Zugang Medikamente

Zwei Milliarden Menschen bekommen nicht die Mittel, die sie brauchen.

Arzneimittel können Leben retten. Doch viele Menschen haben keinen Zugang zu den wichtigsten Medikamenten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ermittelt, dass nur gut 300 Wirkstoffe notwendig sind, - die sogenannten unentbehrlichen Medikamente - um die meisten Krankheiten behandeln zu können. Zwei Milliarden Menschen, das ist ein Drittel der Weltbevölkerung, haben aber kaum Zugang zu diesen unverzichtbaren Mitteln.
Andere Arzneimittel fehlen völlig, weil die Hersteller mangels lukrativer Absatzmärkte kein Interesse an der Produktion haben.
Weshalb lebensrettende Medikamente nicht überall zugänglich sind und wie die Pharmaindustrie mit hohen Arzneimittelpreisen eine vernünftige Gesundheitspolitik verhindert, zeigt das Buch: Keine Medikamente für die Armen? - Hindernisse auf dem Weg zu einer gerechten Arzneimittelversorgung am Beispiel von Aids.

HIV-positiv. Unbezahlbar krank?

Drei Viertel aller AIDS Fälle treten in der Dritten Welt auf. In Afrika ist AIDS inzwischen die häufigste Todesursache. Nur wenige Kranke in Afrika werden mit Medikamenten behandelt, die in Industrieländern seit Jahren Therapiestandard sind. Die wichtigste Ursache sind extrem hohe Arzneimittelpreise, die auch nach internationalen Protesten nur langsam sinken. Mehr unter der Rubrik Aids-Medikamente

Patente sichern hohe Preise

Patente auf Medikamente sichern den Pharmafirmen eine Monopolstellung ohne Konkurrenz. Dadurch können sie ihre Produkte zu schwindelerregenden Preisen anbieten. Die Präparate werden dadurch unerreichbar für die Armen der Welt. Die Welthandelsorganisation (WTO) schreibt jetzt auch armen Ländern vor, Patente auf Arzneimittel einführen. Ist das gerecht? Mehr dazu lesen Sie hier...

Der Patentpool - ein neues Modell soll Zugang zu Aids-Medikamenten verbessern

Ein Patentpool ist ein neues Modell, der die Forschung zu Aids ankurbeln und eine schnelle und kostengünstige generische Produktion innovativer HIV-Medikamente ermöglichen soll. Doch das funktioniert nur, wenn die Firmen alle relevanten Patenten freiwillig in den Patentpool geben. Lesen Sie hier die Fakten zum Patentpool und wie die BUKO Pharma-Kampagne das UNITAID-Projekt bewertet.

Forschung für wen?

Schlägt die Arzneimittelforschung die richtige Richtung ein? Zum aktuellen Entwurf der 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union.
Wie teuer ist Pharma-Forschung wirklich? Ein wichtiges Argument der Pharmaindustrie für den Patentschutz sind die angeblich hohen Forschungskosten. Doch die von den Herstellern genannten Zahlen halten einer kritischen Überprüfung nicht stand. Mehr dazu unter Forschung für Menschen.

Faire Preise statt Spenden!

Auf Grund des enormen öffentlichen Drucks auf die Pharmakonzerne haben mehrere Unternehmen Arzneimittelspenden angeboten. Sind solche Spenden wirklich die Lösung des Problems? Lesen Sie weiter unter der Rubrik Faire Preise.

Nichts für die Armen?

Wo lukrative Absatzmärkte fehlen, da fehlt auch das Forschungsinteresse. Die pharmazeutische Industrie investiert nach eigenen Angaben jährlich 27 Milliarden US$ in die Forschung. Aber zum größten Teil dient sie der Jagd nach Abspeck- und Potenzmitteln und Blutdrucksenkern. Wen interessieren schon die Krankheiten der Armen? Mehr dazu hier...