Von sinnvoll bis gefährlich – Deutsche Arzneimittel in der Dritten Welt

Die Broschüre "Sprudelnde Geschäfte" bringt die Probleme prägnant auf den Punkt.
Zur Pressemitteilung.

Was deutsche Firmen in der 3. Welt verkaufen

Deutschland ist das weltgrößte Medikamentenexportland. Auch in der Dritten Welt findet man zahlreiche Produkte "Made in Germany". Die BUKO Pharma-Kampagne untersucht regelmäßig das Angebot deutscher Firmen in der Dritten Welt. Das Ergebnis unserer wissenschaftlichen Studien ist bedrückend: Vier von zehn Arzneimitteln sind irrational, das heißt, zu gefährlich, unwirksam oder schlicht überflüssig. Es gibt aber auch Lichtblicke: Sechs meist kleinere Firmen haben kein einziges irrationales Mittel im Angebot.Seit der ersten Studie von 1984 sind Verbesserungen zu verzeichnen. Damals wurden 66% aller Arzneimittel negativ bewertet. 2003 ist deren Anteil auf 39% gesunken. Dieser positive Trend ist auch ein Erfolg hartnäckiger Einmischung der BUKO Pharma-Kampagne und des öffentlichen Drucks, den ihre kontinuierliche Informationsarbeit erzeugte. Aber immer noch werden viele irrationale Arzneimittel angeboten - und das weltweit!

Ausführliche Informationen, die Beschreibung der Methodik, viele Tabellen und eine Liste sämtlicher untersuchter Arzneimittel bietet die Hintergrundpublikation: Daten und Fakten 2004: Deutsche Medikamente in der 3. Welt. Diese kann in Papierformat bestellt werden oder steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Die Untersuchung kann auch in Englisch, Spanisch und Protugiesisch heruntergeladen werden.

Welche Medikamente sind nützlich?

Drei Begriffe sind besonders wichtig, wenn es um vernünftige Arzneimitteltherapie geht: Arzneimittel müssen rational sein, die wichtigsten davon sind unentbehrlich , und irrationale Mittel sollte es eigentlich gar nicht geben.

Ausserdem machen Medikamente allein die Menschen nicht gesünder ...mehr