Pharma-Brief
Der Pharma-Brief bietet laufend kompetente Beiträge rund um das Thema „Gesundheit und Arzneimittel in der Dritten Welt und bei uns“. Er informiert u.a. über die europäische Pharmapolitik, Zugang zu AIDS-Medikamenten, appetitanregende Mittel in der Dritten Welt, illegale Arzneimittelwerbung, irrationale Medikamente, tödliche Patente und natürlich über alle Aktionen und Erfolge der BUKO Pharma-Kampagne. Regelmäßig erscheinen außerdem Konzernnachrichten, Buchbesprechungen, Neues aus Aller Welt sowie Doppelnummern mit Beilage Pharma-Brief Spezial. Sie bieten kompakte Hintergrundinformationen zu Themen wie Arzneimittelspenden, Gesundheitscharta oder Forschung. |
Pharma-Brief 2010
6-7/2010: EU macht Druck - Bilateraler Vertrag gefährdet Versorgung in Afrika
Indien ist mit Abstand der größte Medikamentenlieferant für afrikanische AIDS-Behandlungsprogramme. Doch die indischen Arzneimittelhersteller geraten zunehmend unter Druck. Gegenwärtig verhandelt die EU mit Indien ein bilaterales Handelsabkommen, das dramatische Auswirkungen auf die Generikaproduktion hätte. Die Behandlung vieler PatientInnen wäre damit gefährdet.
Aus dem Inhalt:
- Arzneiqualität: Probleme in armen Ländern
- Deutschland: Arzneireform fragwürdig
- Public Health:Neue Bücher
Download: Pharma-Brief 6-7/2010 - EU macht Druck auf Indien [PDF/384kB]
4-5/2010: Gar nicht rosig - ein Diabetesmittel, das es nicht geben dürfte
Dass das 1999 zugelassene Diabetesmedikament Rosiglitazon Herzinfarkte verursachen kann, steht eigentlich schon lange fest. Das Medikament bewirkt im Grunde das Gegenteil dessen, was man mit der Behandlung von Zuckerkranken erreichen will. Der Hersteller GSK mühte sich lange, dieses Wissen geheim zu halten und versucht bis heute, kritische Berichte zu unterdrücken.
Aus dem Inhalt:
- Kundenbindung: Pfizer-Rabattkarte
- Resistenzen: Was tun?
- Straßentheater: Schluck & weg im Bild
3/2010: Industrie als Informationsgeber? - Verzerrungen gratis
Die Europäische Union will der Pharmaindustrie mehr Spielraum geben, sich direkt an PatientInnen zu wenden. Angeblich, so die EU-Generaldirektion für Industrie, verfügten die Firmen über wichtige Informationen für die PatientInnen. Doch ist die Industrie wirklich ein verlässlicher Informationsgeber?
Aus dem Inhalt:
- AIDS: USA geben weniger
- Aufruf: Geld für Forschung
- Irrweg: Marken-Generika
Download: Pharma-Brief 3/2010 - Industrie als Informationsgeber? [PDF/ 610kB]
2/2010: Multis mit Hilfegeldern füttern - GAVI und die Pneumokokken-Impfung
Neue Impfstoffefür arme Länder können eine gute Sache sein. Aber man kann Entwicklungshilfegelder auch ohne Not aus dem Fenster werfen.
Die GAVI-Alliance scheint dazu entschlossen. Sie will 1,5 Milliarden US$ in den Kauf von Pneumokokken-Impfstoff stecken und verkauft das als Förderung der Erforschung neuer Impfstoffe. Tatsächlich wird sie damit hauptsächlich die Hersteller alimentieren.
Aus dem Inhalt:
- Arzneimittel in Europa: Transparenz und Kontrolle
- Armut in reichen Ländern: Arm stirbt man früher
- Roche: Schmähpreis
- Sponsoring in USA: Gekaufte Freunde
1/2010: Wenn´s am Ende nicht passt - Studienergebnisse werden oft manipuliert
Klinische Studien schaffen das Wissen über den Nutzen und Schaden von Medikamenten. Eine aktuelle Veröffentlichung von drei Wissenschaftlern lässt deshalb aufhorchen. sie hatten die geplanten Untersuchungsziele von Studien mit den später publizierten Ergebnissen verglichen und erhebliche Diskrepanzen gefunden.
Aus dem Inhalt:
- Arzneimonopole: Datenexklusivität
- Südkorea: Norvartis gewinnt?
- WHO: Zensierte Debatte
- Pharma-Kampagne: Jahresbericht 2009
Download: Pharma-Brief 1/2010: Studienergebnisse oft manipuliert [PDF/ 628kB]
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