EU Pharmagesetzgebung
| Viele Arzneimittel werden schon bei der Londoner EMEA europaweit zugelassen |
Wer macht die EU-Pharmapolitik?
Die Europäische Union (EU) hat für viele Teile der Arzneimittelgesetzgebung die Hauptzuständigkeit. Viele neue Medikamente werden bereits durch die europäische Arzneimitelbehörde EMEA zugelassen. Doch die Aufsicht über die EMEA hat nicht etwa die "Komission für Gesundheit oder Verbraucherschutz", sondern die für "Unternehmen und Industrie". Eine entsprechende Schieflage haben auch die Gesetzesvorschläge im Pharmabereich. Lesen Sie hier, wie die Pharmaindustrie die Gesetze mitschreibt [Pharma-Brief 8/2007, PDF 180 kB]
Mehr Medikamentenwerbung?
Die Europäische Kommission plant - nachdem sie 2003 schon einmal gescheitert ist - erneut eine Lockerung des Werbeverbots für rezeptpflichtige Arzneimittel. Bisher ist es der Pharmaindustrie verboten, diese Medikamente direkt bei den PatientInnen zu bewerben. Das Verbot soll nun aufgeweicht werden. Was als ein "Informationsangebot für PatientInnen" angepriesen wird, ist eine Ausweitung von Manipulation und Desinformation. Lesen Sie hierzu folgende Artikel, die die Grundprobleme aufzeigen:
Direktwerbung für rezeptpflichtige Arzneimittel - Verbraucheraufklärung oder Beitrag zur Medikalisierung[Zeitschrift für Allgemeinmedizin 8/2009]
Pharmawerbung in Patientenköpfe [Pharma-Brief 5/2007, PDF /307 kB]
Eine ausführliche Chronologie der Ereignisse seit 2007 finden Sie hier.
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PATIENTENINFORMATION MUSS UNABHÄNGIG BLEIBEN Lesen Sie hier den den vollständigen Text. Wollen Sie die Stellungnahme unterstützen? Dann schreiben Sie eine e-mail an: hdiekwischATbukopharma.de oder rufen Sie uns an. |
"Pharmazeutisches Forum" industrielastig
Die europäische Pharmaindustrie treibt die Gesetzesänderungen mit Macht voran und will das Werbeverbot explizit kippen. Eine wesentliche Rolle in dem Prozess spielt das "Pharmazeutische Forum", das die EU-Kommission berät und zur Hälfte mit Industrievertretern besetzt ist. Da die platte Direktwerbung für rezeptpflichtige Arzneimittel, wie sie in den USA möglich ist, so ein schlechtes Image hat, reden Kommission und Industrie lieber von "Information". Doch macht man mit der Industrie als Informanten nicht den Bock zum Gärtner? [Pharma-Brief 7/2007, PDF /569 kB]


