Aktuelles - Archiv 2006 - 2007

Firma Schwabe in Australien gerügt

(21.12.2006/ JS) Per Gericht verhinderte die deutsche Firma Schwabe in Australien die Veröffentlichung einer kritischen Wertung von Werbeaussagen für ein Ginkgo Präparat gegen Tinnitus. Jetzt wurden die Vorwürfe der Verbraucherschützer durch die Kontrollinstanzen bestätigt. Passieren tut trotzdem zu wenig. Mehr dazu im neuen Pharma-Brief 9-10/2006 [PDF/ 493 kB] auf S. 4. Weitere Themen: * Boehringer behindert Zugang zu AIDS-Sirup für Kinder. * Wer seine Pillen nicht schluckt, kann sich schaden und vieles andere mehr.

Was in 25 Jahren Pharma-Kampagne so alles passiert ist

(21.12.2006 /JS) Diese Jahr wurde die Pharma-Kampagne ein Vierteljahrhundert alt. Wer sich einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten, Higlights und Erfolge verschaffen möchte, findet in der neuen 25-Jahre Chronologie allerlei Wissenswertes: 25 Jahre Pharma-Kampagne im Pharma-Brief Spezial 2-2006 [PDF/ 754 kB]

Thailand erteilt Zwangslizenz auf ein AIDS-Medikament

(18.12.2006 /JS) Die Versorgung mit dem AIDS-Mittel Efavirenz war dem thailändischen Gesundheitsministerium zu unzuverlässig und teuer. Deshalb erteilte das Land jetzt erstmals eine Zwangslizenz. Der US-Hersteller Merck &Co protestierte umgehend und warf der Regierung vor, die Firma nicht vorher gefragt zu haben. Doch dazu ist Thailand weder nach den lokalen Gesetzen noch nach dem TRIPS-Abkommen verpflichtet. Durch einen Import aus Indien kann der Preis für Efavirenz fast halbiert werden, ab Frühjahr 2007 ist die lokale Produktion in Thailand geplant.

Theaterbus zu kaufen

(15.12.06 /cj) Der legendäre Theaterbus von Schluck & weg muss verkauft werden, weil sich die BUKO Pharma-Kampagne den Unterhalt des alten Schätzchens nicht mehr leisten kann. Über zehn Jahre lang diente der Setra-Oldtimer als spektakuläre Kulisse bei den Auftritten der Theatergruppe, als Tourmobil und Umkleideraum. Schluck & weg wird künftig in einem gemieteten Kleinbus nebst bemaltem Kofferanhänger durchs Land reisen. Lesen Sie hier mehr.

Riskante Nahrungsergänzung aus dem Internet

(13.12.2006 /CW) Wer Nahrungsergänzungsmittel über das Internet kauft, geht ein hohes Gesundheitsrisiko ein. Sie können bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten, die nicht deklariert sind. Das berichtet die neueste Ausgabe der vom Pharma-Brief mit herausgegebenen Zeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen

Mangel und Überfluss - Texte des 25-Jahre Symposiums

(29.11.2006 /JS) Im September 2006 feierte die BUKO Pharma-Kampagne ihr 25-jähriges Bestehen. Der Symposiums-Reader bringt neun Texte zum Thema "Mangel und Überfluss - Kehrseiten einer Medaille". AutorInnen: Mebrat Woldetensaie aus Äthiopien, der Nestor der deutschen Tropenmedizin, Prof. Diesfeld, Peter Mansfield aus Australien, Inga Seifert von Aktion medeor, Axel Munte von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern, Peter Sawicki vom IQWiG, Arne Schäffler von Transparency International, Tobias Luppe von Ärzte ohne Grenzen und der Allgemeinmediziner Eckhard Schreiber-Weber. Pharma-Brief Spezial 1/2006 [PDF/ 1,2 MB]

Deutsche Firma behindert Zugang zu AIDS-Medikamenten

(28.11.2006 /JS) Boehringer beantragt in Indien Patent auf Aids-Sirup für Kinder. Nevirapine-Sirup ist entscheidend für die Behandlung HIV-infizierter Kinder. Der Hersteller Boehringer Ingelheim hatte zugesagt, die Produktion von Nevirapine für arme Länder nicht zu behindern. Aber zwischen Worten und Taten klafft eine große Lücke. Pressemitteilung [PDF/ 66 kB] Am 27.11.2006 berichtete Report-Mainz zum Thema: Text der Sendung

Noch mehr Desinformation

(27.11.2006 /JS) Die Pharmaindustrie sucht neue Möglichkeiten, PatientInnen direkt zu beeinflussen. Hintergründe zum neuen Vorstoss der Industrie im Pharma-Brief 7-8/2006. Weitere Themen: • Pakistan verbietet gefährliches Schmerzmittel • Wolf im Schafspelz - Industrie gründet Patientenorganisation Hier gehts zum Pharma-Brief 7-8/2006 [PDF/ 661 kB]

Worst EU Lobby Award

(17.11.2006 /JS) Die “Worst EU Lobby Awards“ werden dieses Jahr in zwei Preiskategorien verliehen: Den Preis für das schlimmste, undemokratischste Lobbying in der EU (The Worst EU Lobbying Award) und den Preis für den privilegiertesten Zugang (The Worst Privileged Access Award), der an EU-EntscheidungsträgerInnen vergeben wird, die Lobbyisten ein besonders offenes Ohr schenken. Zu den Kandidaten zählen u.a. die Agentur "Webber Shandwick" für den Aufbau einer Tarnorganisation, die angeblich die Zugangsmöglichkeiten zu Krebsbetreuung verbessern will, dabei aber die Interessen des Pharma-Riesen Roche fördert und der Pharmalobbyist Earnshaw. Die Online-Abstimmung läuft bis zum 4. Dezember 2006: http://www.worstlobby.eu/2006/

WHO Anhörung zu neuer Forschungsstrategie

(15.11.2006 /CW) Die WHO hat zu Stellungnahmen aufgerufen, welche Strategien eine neue Arzneimittelforschung folgen könne. Diese Stellungnahmen werden voraussichtlich in einer neuen Arbeitsgruppe diskutiert, deren Gründung im Mai 2006 beschlossen worden war. Die intergovernmentale Arbeitsgruppe soll Lösungen zur Ausweitung der Forschung an bisher vernachlässigten Armuts- und Tropenkrankheiten erarbeiten. Die BUKO Pharma-Kampagne hat der WHO eine Stellungnahme mit wesentlichen Eckpunkten für eine Gesundheitsforschung in öffentlicher Verantwortung übermittelt. WHO's public hearing on Public Health, Innovation and Intellectual Property

Appell zu Universitätsforschung

(15.11.2006 /CW) Studierende US-amerikanischer Universitäten fordern Veränderungen in der öffentlichen gesundheitsbezogenen Forschung. Für Patente, die Universitäten gehören, soll eine neue Lizenpolitik den gerechten Zugang zu Forschungsergebnissen ermöglichen. Auch soll verstärkt zu vernachlässigten Krankheiten geforscht werden. Neben klassischen Erfolgsindikatoren soll die Auswirkung auf soziale Gerechtigkeit als neuer Indikator zur Bewertung von Forschungsergebnissen eingeführt werden. Zusammen mit vielen anderen internationalen Organisationen unterstützt die BUKO Pharma-Kampagne die Initiative. Weitere Informationen zum Philadelphia Consensus Statement gibt es beim Bündnis Universities Allied for Essential Medicines

Unterrichtsstunde zum Downloaden

Seit Sommer 2006 bietet die BUKO Pharma-Kampagne Unterrichtsmaterialien zum Thema Globale Gesundheit und Arzneimittel an. Eine Unterrichtsstunde über Arzneimittelwerbung können Sie hier direkt downloden, weitere Unterrichtsmodule für Grundschule, Unter / Mittelstufe sowie für die Oberstufe können Sie für 15 Euro + 5 Euro Versandkosten bei uns bestellen. Hier geht's zur Unterrichtsstunde Arzneimittelwerbung.

Die Schattenseiten der Gates-Stiftung

(20.10.2006 /JS) „Wenn die sozialen und politische Gegebenheiten nicht berücksichtigt werden, kann die Gates Stiftung auch mit den wirksamsten Medikamenten die globale Ungleichheit nicht verringern.“ Das schreibt die kanadische Gesundheitswissenschaftlerin Anne-Emanuelle Birn in einem Editorial für den Toronto Star. Über 30 US-Zeitungen weigerten sich, den Beitrag zu veröffentlichen, der am Image vom großzügigen US-Amerikaner nagt. Im Pharma-Brief können Sie nun die Kritik erstmals auch auf Deutsch lesen. Weitere Themen: • Bericht über das Jubiläums-Symposium der Pharma-Kampagne • Durchbruch bei Tropenmedikament • Industrie schnüffelt Patientengruppen aus • USA schützen Whistleblower
Hier gehts zum Pharma-Brief 6/2006 [PDF 591 kB].

Kritik an Patentierung embryonaler Stammzellen

(28.9.2006/CW) Dürfen menschliche Stammzellen patentiert werden? Es geht um einen Präzedenzfall: Vor der Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes wird im Oktober 2006 die Patentierbarkeit menschlicher embryonaler Stammzellen verhandelt. Dieses Patent bildet das Basispatent für den gesamten embryonalen Stammzellbereich.
Wir unterstützen eine Briefaktion an das Patentamt. Wir fordern, mit der Entscheidung klar zu machen, dass keine Patente auf menschliche Embryonen und Keimzellen sowie auf daraus gewonnene Stammzellen erteilt werden können.
Weitere Informationen und Musterbriefe gibt es bei Kein Patent auf Leben

Pharmakritik ist globaler Verbraucherschutz

(16.9.2006) Anlässlich des 25 jährigen Jubiläums der BUKO Pharma-Kampagne trafen sich rund einhundert Fachleute und Interessierte aus Deutschland und aller Welt, um über Mangel und Überfluss im Arzneimittelsektor zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Dabei wurden Forderungen zu den Bereichen Zugang zu Arzneimitteln, Forschung und Information aufgestellt. Mehr...

Fachzeitschrift zensiert sich selbst

(19.9.2006 /JS) Die "Zeitschrift für Allgemeinmedizin" hat eine komplette Ausgabe eingestampft, um die Veröffentlichung eines pharmakritischen Artikels zu Magenmitteln stopppen. Es handelte sich dabei um den zweiten Beitrag einer Serie zur rationalen Arzneitherapie. Der erste Beitrag zu Blutdrucksenkern hatte zu heftigen Reaktionen der Anzeigenkunden geführt, deren Präparate nicht besonders gut weggekommen waren. Daraufhin entschied sich der Verlag, die nächste Ausgabe noch einmal neu zu drucken, statt dem zweiten Teil der Serie fand sich eine Anzeige auf der betreffenden Seite. Dummerweise hatte man aber vergessen, den Beitrag aus dem Inhaltsverzeichnis zu löschen. Der betroffene Autor, Prof. Michael Kochen (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin) bezeichnete in der Süddeutschen Zeitung die Entscheidung als "vorauseilende Zensur des Verlages". Link zu dem Artikel: Vorauseilende Zensur (SZ 19.9.2006)

Firma Schwabe zensiert Kritiker

(6.9.2006/ JS) Die deutsche Firma Schwabe hat aus wirtschaftlichen Gründen per Gericht verhindert, dass sich die australische Verbraucherschutzgruppe "AusPharm Consumer Health Watch" kritisch zu dem Ginkgo-Präparat Tebonin® äußern kann. Ein schwarzer Tag für den Verbraucherschutz.
Mehr... [PDF/ 218 kB]

Industrie soll Medikamente nicht mehr selber testen

(5.9.2006/ JS) Fiona Godlee, Herausgeberin des angesehenen British Medical Journal, hat für Wirbel gesorgt. Sie hat die Nase voll von manipulierten Studienergebnissen. Ihre Schlussfolgerung aus den Skandalen um Manipulationen in den Veröffentlichungen von Industriestudien: „Arzneimittelherstellern sollte nicht erlaubt werden, ihre eigenen Produkte klinisch zu testen. Für die Zulassung ihrer Produkte sollten sie in einen zentralen Topf einzahlen, aus dem unabhängig und öffentlich die klinischen Studien finanziert werden.“ Lesen Sie mehr zur aktuellen Auseinandersetzung im Pharma-Brief 5/2006 [PDF/ 541 kB] ab Seite 6.

„Time to deliver“: Menschen in armen Ländern müssen weiter warten
Vielversprechende Ansätze scheitern an Geld und politischer Unterstützung

(Toronto, 18. August 2006) Die BUKO Pharma-Kampagne macht als Mitglied des deutschen Aktionsbündnisses gegen AIDS auf die Ergebnisse der Welt-Aids-Konferenz in Toronto aufmerksam: Heute endet in Toronto/Kanada die 16. Weltaidskonferenz. „WissenschaftlerInnen, SozialarbeiterInnen und Betroffene haben viele erfolgversprechende Ansätze und Erfahrungen präsentiert. Es ist jedoch ein Schlag ins Gesicht der Armen, dass diese Konferenz ohne ausreichende Finanzierungszusagen endet“, mehr ....

Bundesregierung will mehr Geld für AIDS-Bekämpfung ausgeben
Worten müssen Taten folgen

(14.8.2006/ CF) Wie Ministerin Wieczorek-Zeul unserer Vertreterin auf der Welt-AIDS-Konferenz in Toronto mitteilte, wird die Bundesregierung ihre Mittel für die AIDS-Bekämpfung für 2007-2009 auf 400 Millionen Euro pro Jahr erhöhen. Davon soll 150 Millionen der globale Fonds gegen AIDS, Malaria und TB bekommen und 250 Millionen sind für bilaterale Projekte vorgesehen. 50 Millionen davon müssen die betroffenen Länder allerdings zunächst selbst aufbringen. Im Gegenzug werden ihnen dann Schulden gestrichen. Ob dies funktioniert, bleibt abzuwarten. Wir begrüßen die Erhöhung der Gelder gegen AIDS. Jedoch müsste die Bundesregierung gemessen an der Wirtschaftskraft Deutschlands die doppelte Summe aufbringen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Frau Wieczorek-Zeul möchte die EU Präsidentschaft und den G8 Gipfel dazu nutzen, das Thema AIDS und Frauen stärker ins Blickfeld zu rücken, da 75% aller Neuansteckungen Frauen betreffen. Der rechtliche Status von Frauen muss daher weltweit dringend verbessert werden, Frauen müsssen Zugang von Kondomen und Femidomen erhalten. Mikrobizide müssen dringend weiter entwickelt werden. Für die Forschung daran will die Bundesregierung eine Million Euro bereit stellen. Ein Betrag, der allerdings absolut unzureichend erscheint, um etwas zu bewirken. Wir unterstützen sehr, das Thema Frauen und AIDS ins Bewusstsein der Menschen zu rücken und fordern von der Bundesregierung mehr als Worte.

Schulmaterialien erschienen

(26.6.06 / CF) Soeben erschienen sind die neuen Schulmaterialien "Gesundheit, Krankheit und Medikamente in der Einen Welt". Die BUKO Pharma-Kampagne präsentiert darin erstmalig die Themen ihrer Arbeit in einer für Kinder und Jugendliche verständlichen Form. Die Unterrichtsmappen für Primarstufe, Sekundarstufe I und II sowie ein Materialkoffer für die Ganztagsbetreuung an Grundschulen sind ab sofort über die BUKO Pharma-Kampagne erhältlich.

Schlechte Umweltbedingungen sind tödlich

(26.6.2006/ JS) In einem neuen Bericht hat die Weltgesundheitsorganisation erstmals das globale Ausmaß von umweltbedingten Erkrankungen und Todesfällen deutlich gemacht. Fast ein Viertel aller Menschen, die sterben, fallen der schlechten Umwelt zum Opfer. Die Dritte Welt ist am stärksten betroffen, aber auch Industrieländer könnten durch bessere Vorsorge noch viel erreichen. Pharma-Brief 4/2006 [PDF/ 886 kB]

Pharma-Brief in neuem Gewand

(9.6.2006 /JS) Zum 25-jährigen Bestehen hat der Pharma-Brief ein neues Layout bekommen. In der aktuellen Ausgabe gibt es weitere Informationen über die wegweisende Entscheidung der Weltgesundheitsversammlung zur Forschungspolitik. Sie erfahren, dass Dr. Rath AIDS-Gruppen in Südafrika nicht mehr übel nachreden darf - und es trotzdem weiter tut. Außerdem können Sie lesen, was Cornflakes mit Medikamenten zu tun haben und dass ein neues Gesetz für die PatientInnen hierzulande weniger Zuzahlungen bedeuten wird. Mehr im neuen Pharma-Brief 4/2006. Weitere Themen: * Kein Geld mehr für unabhängige Arzneimittelinfo in Großbritannien * AIDS-Medikamente: Zugang erschwert * Werbung: Burda fordert Freigabe von Anzeigen für Rezeptpflichtige Arzneimittel in Illustrierten. Pharma-Brief 3/2006 [PDF/ 601 kB]

Wegweisende Entscheidung auf der Weltgesundheitsversammlung

(30.5.2006/CW) Unter Führung der Weltgesundheitsorganisation WHO wird einen Aktionsplan erarbeitet, mit dem Forschungslücken für Tropen- und Armutskrankheiten geschlossen werden sollen. Das wurde auf der Weltgesundheitsversammlung in Genf einstimmig beschlossen. Weitere Informationen im Pharma-Brief 3/2006. Mehr ...

Weltgesundheitsversammlung: Neue Wege in der Pharma-Forschung?

(25.5.2006/CW) Auf der Weltgesundheitsversammlung wird eine Resolution der Regierungen von Kenia und Brasilien diskutiert. Ziel ist die Schaffung eines Rahmens, um neue Wege für eine bedarfsgerechte Arzneimittelversorgung zu finden. Die meisten Länder Afrikas und Lateinamerikas unterstützen die Pläne - aber die deutsche Delegation blockt ab. Mehr....

Schlimmer als im Roman: Kinderversuche von Pfizer in Nigeria

(9.5.2006/ JS) 1996 hat der US-Konzern Pfizer unethische Medikamentenversuche in Nigeria durchgeführt, fünf Kinder starben. Offensichtlich wurden die Eltern der Kinder nicht darüber aufgeklärt, dass es sich um ein riskantes Experiment mit einem nicht zugelassenen Medikament handelte. Erst vor wenigen Tagen wurden Details bekannt. Mehr ...

BUKO Pharma-Kampagne feiert 25. Geburtstag

(8. Mai 2006/ CF) Um der deutschen Pharmaindustrie auf die Finger zu schauen hat sich vor 25 Jahren die BUKO Pharma-Kampagne gegründet. Ein Vierteljahrhundert kritische Arbeit hat dafür gesorgt, dass sich das Medikamentensortiment deutscher Firmen und in Ländern des Südens, aber auch in Deutschland wesentlich verbessert hat. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens will die BUKO Pharma-Kampagne mit einem Symposium zum Thema Mangel und Überfluss – Medikamente in Nord und Süd in die Zukunft schauen. Internationale ExpertInnen diskutieren diese brennenden Fragen am 15. und 16. September in Bielefeld. (Für ÄrztInnen ist die Veranstaltung mit 7 Fortbildungspunkten zertifiziert) Hier gehts zum Programmflyer Jubiläum [PDF/220 kB]

Falsche Fronten gegen Fälscher

(12. April 2006/ JS) Arzneimittelfälschungen sind ein Problem. Über das Ausmaß ist erstaunlich wenig bekannt. Was passiert aber, wenn sich die Weltgesundheitsorganisation mit der Industrie zusammensetzt, um über Maßnahmen gegen Fälschungen zu beraten? Einseitige Lösungsvorschläge werden gemacht. Mehr dazu im neuen Pharma-Brief 2/2006 [PDF/ 236 kB].

Forschung wird Weltthema

(1. März 2006 /JS) Auf der kommenden Weltgesundheitsversamlung werden auf Antrag Kenias und Brasiliens erstmals die schiefen globalen Forschungsprioriäten im Gesundheitsbereich diskutiert werden: Wegen der stark kommerziell ausgerichteten Pharmaforschung werden verbreitete Krankheiten wie Tuberkulose, Schlafkrankheit oder Malaria, von denen hauptsächlich arme Menschen betroffen sind, sträflich vernachlässigt. Mehr im neuen Pharma-Brief 1/2006 [PDF/ 193 kB].

Doch billigere Arzneimittel?

(27.2.2006 /JS) Der Bundestag verabschiedete eine in wichtigen Punkten veränderte Fassung des Arzneimittelwirtschaftlichkeitsgesetzes (AVWG). Eine Formulierung, die Preisbegrenzungen für jedes neue Medikament – ohne Rücksicht auf dessen tatsächlichen Nutzen – verhindert hätte, wurde durch eine Klarstellung entschärft. Gestrichen wurde eine industriefreundliche Regelung im Gesetzentwurf, dass mindestens zwei Wirkstoffe zum Festbetrag erhältlich sein sollten. Das hätte es in vielen Fällen unmöglich gemacht, eine Festbetragsgruppe zu bilden, weil die Preise dadurch in die Höhe getrieben worden wären. Neu ist, dass bei sehr preiswerten Arzneimitteln die Kassen künftig auf eine Zuzahlung ganz verzichten können. Krankenhäuser werden verpflichtet, bei Entlassung preiswerte Mittel zu verordnen. Die Bonus / Malus-Regelung für Praxen wurde verändert. So wurde die Grenze, ab der ÄrztInnen, die zu viel (teure) Medikamente verschreiben, einen Teil der Kosten selbst tragen müssen, nach oben verschoben. Einige Ärztevereinigungen haben Proteste bis hin zur Ausstellung von Privatrezepten angedroht. Vielleicht sollten die Standesvertreter lieber verhandeln. Sie können mit den Kassen auf Landesebene andere Vereinbarungen treffen, um eine wirtschaftlichere Verordnung zu erreichen – dann entfällt die Malus-Regelung.

Kostensteigerung per Gesetz?

(18.1.2006/JS) Heute wird das Arzneimittelwirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) im Gesundheitsausschuss des deutschen Bundestages in einer Anhörung zur Debatte gestellt. Nicht nur die Pharma-Kampagne befürchtet, dass sich das Ziel des Gesetzes, Geld zu sparen sich ins Gegenteil verkehrt. Theapeutische Verbesserungen sollen als Kriterium nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Eine Einladung an die Industrie noch mehr unsinnige Scheininnovationen auf den Markt zu bringen, die Kassen und Patienten müssen es ja schließlich zahlen. Mehr in der Pressemitteilung zum AVWG [PDF/ 31 kB].

Wer ist Hippo?
Ewiger Gärtner stößt auf großes Interesse

(12.1.2006/ JS) Der Kinofilm "Der ewige Gärtner" ist mit Erfolg angelaufen und hat der Pharma-Kampagne große Aufmerksamkeit beschert. Zahlreiche Rundfunksender und Tageszeitungen, darunter die Frankfurter Rundschau, berichteten ausführlich, wer hinter der kleinen kritischen Gruppe "Hippo" im Film steckt. Pressemitteilung "Kinofilm mit Pharmakritik" [PDF/ 53 kB]

 

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