Keine AIDS-Medikamente für die Armen
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Im März 2003 protestierten 10.000 Menschen in Südafrika für das Recht auf Behandlung |
HIV-positiv. Unbezahlbar krank?
95% aller AIDS-Fälle treten in der Dritten Welt und Schwellenländern auf. In Afrika ist AIDS inzwischen die häufigste Todesursache. Nur ein Viertel aller Kranken in Afrika wurden 2005 laut UNAIDS mit Medikamenten behandelt. Während in Industrieländern AIDS zur chronischen Krankheit mit langen Überlebenszeiten geworden ist, sterben in armen Ländern die meisten HIV-Positiven wegen fehlender Behandlung einen grausamen Tod. Ein wichtiger Grund: Die Medikamente für die Behandlung eines Kranken kosteten bis vor kurzem 10.000 Euro pro Jahr. Durch Druck von kritischen Organisationen wie der BUKO Pharma-Kampagne senkten die großen Multis die Preise auf 800 bis 1.200 Euro. Aber in Afrika stehen im Schnitt pro Kopf nur acht Euro pro Jahr für Medikamente zur Verfügung.
Länder wie Brasilien oder Indien können dieselben Mittel ab 100 Euro pro Jahr herstellen. Die reichen Länder haben in der Welthandelsorganisation (WTO) durchgesetzt, dass alle Länder Patente auf Arzneimittel einführen müssen. Das gilt seit 2005 auch für Indien und Brasilien. Die neuen (second-line) Aids-Medikamente sind daher weltweit patentgeschützt und stehen für einen Preis von 652 Euro pro Jahr in den ärmsten Ländern der Welt zur Verfügung. Das TRIPS-Abkommen lässt nur wenige Ausnahmen zu: Ist die Gesundheitsversorgung ernsthaft bedroht, kann eine Regierung für benötigte Medikamente eigentlich eine Zwangslizenz erteilen. Doch das ist nicht so einfach.
Zum Weiterlesen:
Pharma-Brief Spezial "AIDS - Normalisierung im Norden, Tragödie im Süden"
Dieser aktuelle Pharma-Brief Spezial von 2009 bietet Daten und Faktenzur weltweiten Ausbreitung von HIV. Er fasst die neusten Entwickungen im Bereich HIV-Prävention, Therapie und Forschung zusammen. ExpertInneninterviews aus Indien, Südafrika, Ukraine und aus Deutschland runden das Bild ab.
Download: Pharma-Brief Spezial 2/2009: "AIDS - Normalisierung im Norden, Tragödie im Süden" [PDF/960 kB]
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Pharma-Brief Spezial zu Tuberkulose - "Da kriegste die Motten!"
Dieser Pharma-Brief Spezial zeigt, wie Tuberkulose und AIDS zusammenhängen, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und warum noch viel zu wenig geschieht.
Download: Pharma-Brief Spezial 2/2007: Tuberkulose - "Da kriegste die Motten!" [PDF/2,8 mB]
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Pharma-Brief Spezial "AIDS als Entwicklungskrise"
Dieser Pharma-Brief Spezial zeigt, was AIDS für die Gesellschaften bedeutet, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und warum noch viel zu wenig geschieht. Pharma-Brief Spezial 1/2005 "AIDS als Entwicklungskrise" [PDF/ 1,4 MB]



