Pharma-Kampagne aktuell

22.12.2009 - Aktuelles

Pharma-Brief 10/2009 im Netz


Seit mehreren Jahren wird international um eine Verbesserung der Forschungspolitik für Medikamente gerungen. Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde eigens eine staatenübergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet, die einen umfangreichen Konsultationsprozess initiierte. Am Ende stand der Beschluss der WHO, eine ExpertInnenarbeitsgruppe einzurichten, die konkrete Vorschläge zur Neuausrichtung der Forschung für vernachlässigte Krankheiten erarbeiten soll. Doch diese ExpertInnengruppen steht offensichtlich unter Industrieeinfluss. Das decken durchgesicherte Papiere jetzt auf. Mehr dazu im Leitartikel.

Wie und was öffentliche Forschungseinrichtungen in Deutschland zur Gesundheitsversorgung in der Dritten Welt beitragen können wird zur Zeit stark diskutiert. Mehrere Veranstaltungen, organisiert von der Pharma-Kampagne und Studierenden an mehreren Universitäten, erörterten Chancen und Hindernisse solcher "equitable licencing -Modelle". Mehr auf den Seiten 2-3. Eine Dokumentation der Veranstaltungsreihe findet sich auf der Projektwebseite med4all.

Gleich in zwei Artikeln geht es um die Verbesserung des Zugangs zu lebenswichtigen AIDS-Medikamenten. So stellen wir ausführlich das Modell des Patentpools vor, welcher am 14.2.2009 offiziell von UNITAID eingerichtet wurde (S.4). Hierzu hat die Pharma-Kampagne auch eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, die Pharmafirmen dazu auffordert alle relevanten Patente für AIDS-Medikamente in den Patentpool einzubringen. Hier können Sie sich an der Aktion beteiligen.
Zudem berichten wir über den Abschluss der Unterschriftenaktion: "Leben vor Pharmaprofti: Patente können tödlich sein." Über 28.000 Unterschriften konnten gesammelt und zum Welt-AIDS-Tag in Berlin an die Industrie übergeben werden (S.6).

Außerdem:

  • Transparenz: Lücken im Beipackzettel
  • Fälschungsgesetz in Uganda gefährdet Versorgung mit lebenwichtigen Arzneimitteln
    Der Pharma-Brief berichtete bereits über die Fallstricke des Fälschungsgesetzes in Kenia. Siehe Pharma-Brief 1/2009 sowie 5-6/2009

Eine anregende Lektüre des Pharma-Brief 10/2009 wünscht Ihnen die BUKO Pharma-Kampagne. .