Pharma-Kampagne aktuell

06.12.2009 - Aktuelles

EU-Politik für Dritte Welt gesundheitsschädlich


Die EU-Kommission verfolgt eine Handelspolitik, die die Geschäftsinteressen multinationaler Pharmaunternehmen über die Bedürfnisse der Menschen in armen Ländern stellt. Vor allem in bilateralen Verhandlungen mit armen Ländern versucht die EU einen strengeren Patentschutz durchzusetzen, als das der TRIPS-Vertrag der Welthandelsorganisation (WTO) vorsieht. Das steht im Widerspruch zu den auch von der EU gebilligten Millenium-Entwicklungszielen, der WTO-Erklärung von Doha und Resolutionen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Zugang zu Medikamenten. Entwicklungspolitische Organisationen fordern daher die EU zu einem Kurswechsel auf. (Seite 1)
Zu den Verhandlungen der EU mit Indien und mehreren lateinamerikanischen Ländern berichteten wir im Pharma-Brief 8/2009. Download Pharma-Brief 8/2009.

Die EU-Kommission hat mit dem sogenannten Pharmaceutical Package umfassende Gesetzesänderungen im Bereich Arzneimittel zur Diskussion gestellt. Wenig öffentliche Beachtung fanden bisher die Gesetzesvorschläge zur Risikoüberwachung von Arzneimitteln. Zwar ist es begrüßenswert, dass die EU-Kommission Arzneimittelrisiken zum Thema macht. Doch manche Vorschläge gehen in die falsche Richtung und hätten für VerbraucherInnen fatale Konsequenzen. Lesen Sie hierzu Seiten 3-5.

Zudem stellen wir unsere neue Jugendwebseite www.pillen-checker.de vor. Das neue Portal will Jugendliche über die Tricks der Pharmawerbung aufklären und somit einen kritischen Arzneimittelkonsum fördern. Zugleich will die neue Webseite in die globale Arzneimittel- und Gesundheitsproblematik einführen.

Außerdem:

  • Schöne gesunde Welt – Wenn der Körper dem Arzt die fehlende Tabletteneinnahme simst
  • Büchervorstellung: Thema Gemeingüter

Dies alles und noch mehr gibt es im neuen Pharma-Brief. Download Pharma-Brief 9/2009.