Pharma-Kampagne aktuell

26.10.2009 - Aktuelles

Patente: Indien unter Druck


Seit 2007 führt die Europäische Union mit Indien Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen. Während Indien mehr Agrarprodukte in Europa verkaufen will, fordert die EU einen schärferen Patentschutz - mit weitreichenden Konsequenzen für die Gesundheit. Der Leitartikel liefert Hintergrundinformationen (Seiten 1-2).
EU-Patentrechte gefährden die Medikamentenversorgung in Entwicklungsländern. Zu diesem Ergebnis kommt eine gerade veröffentlichte Studie von Health Action International und Oxfam International mit dem Titel: "Trading away Access to Medicines" Lesen Sie hierzu eine gemeinsame Pressemitteilung der BUKO Pharma-Kampagne und Oxfam Deutschland. Download Pressemitteilung.

2008 beschloss die Weltgesundheitsversammlung einen umfangreichen Aktionsplan, um eine bessere Arzneimittelversorgung für Entwicklungsländer zu gewährleisten. Jetzt liegt der erste Zwischenbericht vor. Eine Zusammenfassung finden Sie auf den Seiten 6-7.

Werbung für rezeptpflichtige Arzneimittel steht momentan in europäischen Gremien ganz oben auf der Tagesordnung. Zur Zeit laufen hierzu Beratungen in entsprechenden Ausschüssen. Im Februar 2010 wird eine erste Debatte im Europäischen Parlament erwartet. Jetzt hat sich auch der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (Vfa) mit einem Positionspapier zu Patienteninformation geäußert. Der Pharma-Brief kommentiert das Papier auf Seite 3.
Kritisch hat sich auch unsere Straßentheatergruppe Schluck & weg mit dem Thema auf Deutschlands Straßen und Plätze auseinandergesetzt. Das packende und humorvolle Stück: "Lisa im Wunderland" beschäftigt sich mit Information und Desinformation zu Arzneimitteln in Nord und Süd. Sehen Sie hierzu erste Bilder auf der Seite 7. Die Pressemitteilung zum Theaterstück können Sie hier noch einmal nachlesen.

Außerdem:

  • Warum es wichtig ist, dass VerbraucherInnen selbst Beschwerden zu Arzneimitteln zur Meldung bringen.  
  • Wie die europäische Arzneimittelagentur (EMEA) Wirtschaftsförderung auf Kosten der Patientensicherheit betreibt

Dies alles und noch mehr gibt es im neuen Pharma-Brief. Download Pharma-Brief 8/2009.