Pharma-Kampagne aktuell

21.10.2008 - Aktuelles

Klinische Studien - Wer trägt den Nutzen?


Klinische Studien mit Medikamenten sind notwendig, um deren Nutzen und Risiken zu untersuchen. Wissenschaftliche und ethische Standards sollen weltweit eine korrekte Durchführung gewährleisten. Die Realität entspricht jedoch oft nicht dem Ideal: Immer mehr Studien werden in Entwicklungsländern durchgeführt, entsprechen aber oft nicht den ethischen Standards. Aber auch in Industrieländern laufen Wissenschaftler Gefahr, dass ihre Studien zum Marketingwerkzeug für bestimmte Produkte werden.

Themen:

  • Welchen Standards sollen Studien genügen?
  • Studien in Entwicklungsländer - wer hat den Nutzen?
  • Was können Patienten von Studien erwarten?
  • Studien - Marketing oder wissenschaftliche Erkenntnis?

Eine Auswahl der Referenten:

  • Joel Lexchin (York University’s School of Health Policy & Management in Toronto, Kanada): Arbeitet zur Beeinflussung von Forschungsergebnissen und Veröffentlichungen.
  • Juan-Ramon Laporte (Department of Pharmacology, Therapeutics and Toxicology, Universitat Autonoma de Barcelona): Herausgeber der Arzneimittelzeitschrift Groc, die als erste zu den Risiken von Vioxx veröffentlicht hat und erfolglos von Merck beklagt wurde.
  • Wim Vandevelde (European AIDS Treatment Group): Berichtet von der Erfahrung von Menschen mit HIV bei der Einbindung in die Planung klinischer Studien.
  • Annelies den Boer (Projektkoordinatorin bei der Niederländischen Organisation WEMOS): die einen Bericht zu unethischen Studien in Entwicklungsländer veröffentlicht hat.
  • Trudy Dehue ( Professor of Theory and History of Psychology, University of Groningen (Niederlande). Arbeitet zu klinischen Studien als Marketinginstrument und zur Rolle von Contract Research Organisations.
  • Peter Lurie (Health Research Group von Public Citizen). Public Citizen ist eine der großen Bürgerinteressenvertretungen in den USA. Sie bewerten neue (und alte) Medikamente, verteidigen Patientenrechte und einen Zugang zur Gesundheitsversorgung für Alle in den USA und nehmen kritisch Stellung zu ethischen Fragen im Gesundheitswesen

Lesen Sie hier das vorläufige Tagungsprogramm.

Die eintägige Konferenz richtet sich an Forschende, Akademiker, Menschen aus Entwicklungs- und Gesundheitspolitik, Patientenorganisationen.

Datum:     21. November 2008

Zeit:         10:00-17:45 Uhr

Ort:          Berlin-Mitte Neues Stadthaus

Anmeldung mit beigefügtem Formular an

            rose@haiweb.org

            oder  fax 0031-20-6855002

Kosten (einschließlich Essen und Getränke): 60 Euro / Studierende 30 Euro / Public-Health NGOs: 30 Euro

Organisation:

Health Action International (HAI) www.haiweb.org HAI ist ein unabhängiges, weltweites Netzwerk, das sich für Zugang zu untenbehrlichen Medikamenten und für einen rationalen Arzneimittelgebrauch einsetzt. 

Unterstützer:

BUKO Pharma-Kampagne www.bukopharma.de

medico international www.medico.de

Verein demokratischer Pharmazeutinnen und Pharmazeuten (VDPP) www.vdpp.de