BUKO Pharma-Kampagne

16.02.2017 - Aktuelles

Damit es anders kommt



Unheilbare Krankheiten, die niemand erforscht. Unsinnige Medikamente, die niemand braucht. PatientInnen die sterben, weil sie Arzneimittel nicht bezahlen können. Tatsachen. Mit unseren Projekten wollen wir zu einer gerechteren und besseren Arzneimittelversorgung beitragen. Dabei haben wir immer auch strukturelle Ursachen globaler Gesundheitsprobleme im Blick, machen uns Gedanken über Lösungsansätze und kommunizieren tragfähige Alternativen.

Im vergangenen Jahr haben wir uns verschiedenen Schwerpunkten gewidmet. Hierzu gehörte unser Bildungsprojekt zur Armutskrankheit Tuberkulose. Intensiv beschäftigten wir uns mit der weltweiten Zunahme von Antibiotika-Resistenzen. Hierzu gab es eine Fachkonferenz und ExpertInnengespräche gemeinsam mit Human- und TiermedizinerInnen, WissenschaftlerInnen sowie Vertre­terInnen entwicklungs- und gesundheitspoli­tischer NGOs, die sich intensiv zur globalen Problemlage austauschten.

Ein von uns neu entwickelter E-Learning-Kurs zu Antibiotika-Resistenzen richtet  sich an Beschäftigte in der Entwicklungszusam­menarbeit. Der Kurs führt in die Resistenz­problematik ein, zeigt globale Entwicklungen auf und zielt ganz im Sinne des One-Health-Ansatzes auf eine bessere Gesundheit von Mensch und Tier.

Auch unsere Theatertournee hat das Thema Resistenzen auf die Straße gebracht und mit über 4o Auftritten ein großes Publikum erreicht. Eine Postkartenaktion und intensive online-Kampagne begleiteten die Tournee. Mehrere Video-Clips wurden zeitgleich in einem Medienworkshop mit Studierenden produziert und bewarben die Kampagne in sozialen Medien. Mit einer Online-Petition auf der Plattform we-act warben wir für mehr öffentliche Forschung zu Antibiotika und für einen globalen Forschungsfonds. Eine neue Projekt-Website diente als Landing-Page und bietet umfassende Infor­mationen rund um das Thema Resistenzen.

Nicht zuletzt starteten wir ein neues Projekt, um innovative Forschungsprodukte im globalen Süden besser verfügbar zu machen. Wir wollen vor allem WissenschaftlerInnen, Studierende und Patentverwer­tungsagenturen deutscher Universitäten für eine gerechte Lizensierung innovativer Forschungs­produkte sensibilisieren. Denn mit öffentlichen Geldern erforschte Produkte werden nicht selten an Unternehmen verkauft und unterliegen dann einem Monopol. Im kommenden Jahr werden wir Vertragsbausteine erarbeiten, um Alternativen den Weg zu ebnen.

Zum Jahresbericht 2016