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08.01.2016 - Aktuelles

Wenn Nahrung krank macht


Foto: Fooishbar at Flickr

Industriell hergestellte Lebensmittel, zuckerhaltige Getränke und Fast Food ersetzen zunehmend die traditionelle Ernährung – mit dramatischen Folgen für die Gesundheit. Staatliche Regulierung tut Not, fordert die Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO).
Laut Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich der Anteil stark übergewichtiger Menschen seit 1980 weltweit verdoppelt. 2014 waren etwa 1,9 Milliarden Erwachsene übergewichtig, davon über 600 Millionen fettleibig.2 Gründe dafür liegen unter anderem in dem steigenden Verzehr von industriell hergestellten Lebensmitteln, der zunehmend traditionelle Ernährungsgewohnheiten verdrängt. Diesen Zusammenhang bestätigt jetzt
eine Studie der PAHO. In 13 lateinamerikanischen Ländern stieg in der Zeit von 2000 – 2013 der Verkauf von stark verarbeiteten Lebensmitteln wie Soft- oder Energydrinks,  süßen und salzigen Snacks, Frühstückscerealien, Brotaufstrichen oder Fast Food um etwa 26%. Parallel dazu wurden mehr Menschen übergewichtig. Dort, wo mehr ungesunde Produkte verkauft wurden (Mexiko und Chile), nahm der Body-Mass-Index (BMI) stärker zu als in Ländern mit geringeren Verkaufszahlen (Bolivien und Peru).

Zum Artikel: Wenn Nahrung krank macht 

 
von Gianella Severini and Fernanda Alonso - O´Neill Institute for National & Global Health Law