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19.08.2015 - Aktuelles

WHO: Ungleichheiten bei Mütter- und Kindergesundheit


Marko Kokic

Foto: Marko Kokic, WHO

Ein neuer Bericht der WHO und des International Center for Equity in Health zur weltweiten Mutter-Kind-Gesundheit zeigt extreme Ungleichheiten.  Die Daten stammen aus 86 Ländern mit mittlerem bzw. niedrigem Einkommen. Wohlhabende Schwangere entbanden bis zu 80% häufiger in Begleitung einer ausgebildeten Fachkraft als arme Frauen desselben Landes. Reiche und gut ausgebildete Frauen nahmen die Vorsorgeuntersuchungen wesentlich häufiger wahr und Frauen mit einem höheren Bildungsabschluss nutzten doppelt so häufig moderne Kontrazeptiva. Neben dem mit Armut zusammenhängenden schlechteren Zugang zur Versorgung spielt zusätzlich auch das Stadt-Land Gefälle eine Rolle: auf dem Lande sterben mehr Kleinkinder als in der Stadt. Aber auch in Städten sterben Kinder von armen Eltern häufiger als die von reichen Eltern. Im Benin beispielsweise doppelt so häufig. (HD)

WHO and Internationale Center for Equity in Health (2015) STate of Inequality. Reproductive, maternal, newborn and child health