Pharma-Kampagne aktuell

27.07.2015 - Aktuelles

Politik der kleinen Schritte


Foto: Palais des Nations, Yann Forget, cc

Die Weltgesundheitsversammlung in Genf ist das wichtigste Forum für gesundheitspolitische Entscheidungen. Im Mai 2015 waren antimikrobielle Resistenzen und vernachlässigte Krankheiten zentrale Themen der Versammlung. Die Pharma-Kampagne begleitete die Verhandlungen vor Ort.

Mehr als eine Woche lang rangen Regierungsdelegationen aus aller Welt um gemeinsame Positionen. Wie schwierig das sein kann, zeigte sich bereits bei der Frage, wie das Verhältnis von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und nicht-staatlichen Organisationen geregelt werden soll. Die WHO ist als oberste demokratisch legitimierte Einrichtung zur Gesundheit erklärtermaßen der Weltgesundheit verpflichtet. Deshalb muss der Einfluss von Pharmaindustrie und anderer Lobbygruppen eingedämmt und Transparenz hergestellt werden.

Dahinter steckt das Problem, dass 80% des Budgets der WHO aus freiwilligen Beiträgen von Staaten und Stiftungen stammen, die zum allergrößten Teil zweckgebunden sind. NGOs (darunter die Pharma-Kampagne) hatten deshalb gefordert, dass die Mitgliedsbeiträge der Staaten zur WHO angehoben werden, damit sie sich allmählich aus der Umklammerung der Geldgeber lösen kann. Mehr...