Pharma-Kampagne aktuell

05.02.2008 - Aktuelles

Gefährliche Medikamente - Experten kritisieren Europäische Zulassungsbehörde (EMEA)


Frontal 21 beschäftigt sich in seiner Sendung vom 5.2.2008 mit dem Thema: Gefährliche Medikamente. Experten sehen die Arzneimittelsicherheit in Europa in Gefahr. Immer wieder kämen Medikamente auf den Markt, über deren Risiken zu wenig bekannt sei. Auch die finanzielle Abhängigkeit der Europäischen Arzneimittel-Zulassungsbehörde (EMEA) von der Pharmaindustrie steht in der Kritik.

"Uns wundert, dass die EMEA so wenig Wert auf Interessenkonflikte legt. Allein die Tatsache, dass man diese aufschreibt, hilft ja nicht wirklich weiter. Es wäre nur dann ein Fortschritt für die Patienten, wenn die Behörde auch Konsequenzen zieht und Leute, die Interessenkonflikte haben, konsequent ausschließt."
Für den Pharmakritiker Prof. Peter Schönhöfer liegt das Problem in der Finanzierung der Behörde. Denn EMEA ist auf das Wohl und Wehe der Pharmaindustrie angewiesen: Diese zahlt zwei Drittel des Jahresbudgets der Zulassungsbehörde von 155 Millionen Euro. "Wer finanziert, der bestimmt auch, was entschieden wird. Das ist die Grundlage für die schlechte Qualität der Entscheidungen der EMEA", so Schönhöfer.

Ausführliche Texte zur Sendung Frontal 21 finden Sie hier.