Pharma-Kampagne aktuell

29.07.2014 - Aktuelles

Markteinführung kostengünstiger Herz-Kreislauf-Mittel behindert


 Foto: Angel Simon, cc

Die Europäische Kommission hat gegen das französische Pharmaunternehmen Servier sowie fünf Generikaherstellern (Niche / Unichem, Matrix - jetzt Teil von Mylan), Teva, Krka und Lupin - eine Geldbuße von insgesamt 427,7 Mio. Euro verhängt. Die Arzneimittelhersteller erhielten die Strafe, da sie verschiedene Vereinbarungen getroffen hatten, die den Markteintritt von kostengünstigen Generika zum Blutdruckmedikament Perindopril von Servier verhinderten.
Dieser Ausschluss von Konkurrenz und die Verzögerung des Markteintritts von kostengünstigen Generika geht vor allem zu Lasten der öffentlichen Haushalte.

Pressemitteilung der Europäischen Kommission.

Dies ist kein Einzelfall. Immer wieder setzen Pharmafirmen diese sogenannten "Pay-for-Delay"-Strategien ein, um sich die Konkurrenz länger vom Hals zu halten. Im Jahr 2009 führte die EU-Kommission für Wettbewerb umfangreiche Recherchen im Pharmamarkt durch. Und auch hier kam heraus: Die missbräuchliche Nutzung der Patentgesetzgebung sowie andere Strategien pharmazeutischer Hersteller verzögern den Markteintritt von Generika und kommen die BürgerInnen in Europa teuer zu stehen. 

Pharma-Brief-Artikel 7/2009: Wettbewerb Fehlanzeige (S.4-5)