Pharma-Kampagne aktuell

13.06.2014 - Aktuelles

WHO: Industrieeinfluss Grenzen setzen


Foto: Metilsteiner, cc

Zeit zur Kehrtwende - Die Zusammenarbeit der WHO mit nichtstaatlichen Akteuren und die Politik der "Stakeholder-Governance" und Interessenkonflikte

Im Pharma-Brief veröffentlichen wir einen Brief von Judith Richter vom 12. Mai 2014 an das British Medical Journal (BMJ).  Der Brief knüpfte dabei an einen Artikel mit dem Titel "Irrelevant WHO outpaced by younger rivals" an. Dieser ist im Wortlaut wiedergegeben, denn er spiegelt unsere Bedenken gegen den zunehmenden Einfluss des Privatsektors auf die internationale (Gesundheits-)Politik. Mehr auf den Seiten 3-5

Weiteres auf dem Inhalt:

Tamiflu - Augen zu - Milliarden für Grippemittel verschwendet

Oseltamivir (Tamiflu®) soll angeblich schwere Komplikationen bei Grippeerkrankungen verhindern - das behauptet der Hersteller Roche. Doch die meisten Daten schlummerten in den Firmenarchiven. Nach einer großen Kampagne konnten WissenschaftlerInnen jetzt erstmals eine Beurteilung mit fast vollständigen Daten vornehmen. Ihr Urteil: Kein greifbarer Nutzen, dafür aber Belege für Gesundheitsschäden.

Warum bunkern trotzdem viele Staaten Oseltamivir in großen Mengen und warum steht der Wirkstoff auf der Liste unentbehrlicher Arzneimittel der WHO? Mehr auf den Seiten 5-6

Was mit Arzneimittelstudien falsch läuft - Abgebrochene Studien bleiben häufig unveröffentlicht

Klinische Studien sollen neue Erkenntnisse über Medikamente und andere Behandlugnsmethoden bringen. Doch wenn niemand über die Ergebnisse erfährt, sind Studien nutzlos. Dann gefährden sie nicht nur Versuchspersonen, sondern schaden auch der Allgemeinheit, weil mögliche Risiken unbekannt bleiben. S. 7

Download: Pharma-Brief 4/2014 - [PDF/501kB]