Pharma-Kampagne aktuell

19.05.2014 - Aktuelles

Wie Big Business die Post-2015 Agenda beeinflusst


Foto: Maryam Laura Moazedi, cc

Internationale Konzerne sind inzwischen mächtiger als die meisten Staaten der Welt. Exemplarisch wird das an der Diskussion um künftige Weltentwicklungsziele deutlich. Vor allem Big Business, darunter die Öl-, Nahrungsmittel- und Pharmaindsutrie, mischen in Gremien kräftig mit und versuchen der kommenden Agenda ihren Stempel aufzudrücken. Nichtregierungsorganisationen, WissenschaftlerInnen und Kirchen kritisieren das scharf. Mehr auf den Seiten 1-3.

Weiteres aus dem Inhalt:

Klinische Studien in Indien
Die medizinische Forschung in Indien gerät in letzter Zeit häufiger in die Schlagzeilen. Die indische Menschenrechtsorganisation SAMA konnte mit der Befragung von StudienteilnehmerInnen zeigen; Verstöße gegen grundlegende ethische Regeln sind offenbar keine Ausnahme, sondern ein systemimmanentes Problem. Ein Interview mit Sarojini Nadimpally von Sama auf den Seiten 4-5.

Profitables Geschäft mit Zappelphilipp und Trotzkind
Seit die Pharmaindustrie in den 1990er Jahren die eigene Forschung aus Kostengründen wegrationalisiert hat, ist sie weitgehend innovationsunfähig geworden. Das Pharma-Marketing muss sich zur Umsatzsteigerung deshalb mehr und mehr auf fragwürdige Indikationsausweitungen bei Altsubstanzen oder Markterweiterung durch Kranheitserfindungen verlegen. Letztere erspart dem Hersteller zudem den Aufwand für den Nachweis der Wirksamkeit, denn bei erfundenen Krankheiten ist Wirksamkeit weder notwendig noch nachprüfbar und nur als Behauptung zur Vervollständigung von Webprospekten erforderlich. Ein Gastbeitrag von Peter Schönhöfer auf den Seiten 6-7.

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