Pharma-Kampagne aktuell

10.03.2014 - Aktuelles

Pharma-Brief 1/2014 erschienen


 

Big Pharmas Strategien

Um den Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln zu verbessern, plant die südafrikanische Regierung eine Revision des Patentgesetzes. Sie soll auch als Vorbild für andere afrikanische Länder dienen. Doch internationale Pharmahersteller sehen dadurch ihre Profite bedroht. Sie beauftragten eine amerikansiche Agentur, um eine Gegenstrategie zu entwickeln. Weil dies Pläne durchsickerten und heftige Proteste auslösten, rudert Big Pharma zurück. Mehr dazu im Leitartikel S. 1-2

Weiteres aus dem Inhalt:

Forschungspolitik:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will neue Wege der Forschungsförderung testen, die besonders den Menschen in Entwicklungsländern nützen. Eine ExpertInnenkommission hat für die WHO acht Projekte ausgewählt. Ihre Realisierung soll im März beginnen. Aber das Ergebnis enttäuscht. Die ausgewählten Modelle sind konventionell - dabei standen etliche Vorschläge zur Auswahl, die wirklich Neuland betreten hätten. S. 2-3 Mehr zum Thema WHO und öffentliche Forschung finden Sie hier bei uns

Wer erfindet Medikamente? Eine Studie zeigt, dass keinesfalls nur Big Pharma neue Arzneimittel entwickelt. Mehr auf S. 3

Foto: S. Bolesch
Dieses Jahr wurde zum ersten Mal der Memento-Preis für das Engagement gegen vernachlässigte Krankheiten verliehen.
Mehr auf S. 5-6

Ergänzende Lektüre: Öffentliche Gesundheitsforschung ... kommt gut an! Praxisbeispiele für sozial gerechte Forschung - Pharma-Brief spezial 1/2013
Öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen haben eine große gesellschaftliche Verantwortung. Denn wissenschaftliche Arbeit wird von der Gesellschaft finanziert - und soll sich für alle auszahlen! Menschen in Entwicklungsländern ist jedoch häufig der Zugang zu den Erfolgen öffentlicher Forschung verwehrt. Die Praxisbeispiele zeigen, dass viele ForscherInnenbereits dafür sorgen, dass ihre Forschungsergebnisse auch tatsächlich ankommen: Von Lizenzmodellen wie Equitable Licensing über non-profit Kooperationen.

Außerdem im Pharma-Brief:

  • Mehr Daten-Transparenz: Kompromisspapier zu klinischen Studien liegt vor. Noch vor den Europawahlen soll der Text abgestimmt werden und träte dann in der EU in Kraft.
    Mehr dazu auf S. 3-4

  • Jahresbericht der Pharma-Kampagne: Einiges bewegt S.7
Download: Pharma-Brief 1/2014 [PDF/437kB]