Pharma-Kampagne aktuell

07.03.2014 - Aktuelles

HPV-Impfung


 

Schon 2010 berichtete der Pharma-Brief über eine HPV-Impfstudie in Indien, die exemplarisch zeigt, was alles  schiefgehen kann. So wurde an dieser massive öffentlicher Kritik an der Durchführung der HPV-Impfstudie geübt, die zur Einrichtung eines parlamentarischer Untersuchungsausschuss führte. Dieser fand heraus, dass besipielsweise die StudienteilnehmerInnen im Vorfeld teilweise ohne eine korrekte Aufklärung an der Studie teilnahmen. So lebten viele der geimpften Mädchen in Internaten und teilweise waren die Eltern nicht über die Studienteilnahme ihrer Töchter informiert worden. Mehr dazu im Pharma-Brief 9/2010 - S. 2-3: Aufklärung Glücksache - HPV-Impfstudie in Indien

Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) reichte Mitte Februar anlässlich eines laufenden Verfahrens wegen der Verletzung von Menschenrechten im Rahmen klinischer Studien ein Gutachten beim Obersten Gerichtshof in Indien ein. Seine Intervention begründet das ECCHR so: „eine gründliche Untersuchung der Vorgänge [muss] nicht nur die den Versuch durchführende Organisation, sondern auch die Pharmaunternehmen, die von den Ergebnissen des Tests profitieren, einbeziehen.“ Pressemitteilung des ECCHR lesen.

Seit Jahren setzt sich die Pharma-Kampagne für die Einhaltung von ethischen Kriterien in klinischen Studien ein. Hier gibt es mehr Infos.