Pharma-Kampagne aktuell

28.11.2013 - Aktuelles

Pharmaindustrie erfindet Zivilgesellschaft neu


Neues Netzwerk zu Tropenkrankheiten soll NGOs umgarnen

Die vernachlässigten Tropen- und Armutskrankheiten sind ein globales Gesundheitsproblem, das dringend angegangen werden muss. Aber wenn ein Lobbyverband der Pharmaindustrie ausgewählte zivilgesellschaftliche Organisationen einlädt, ein Netzwerk zu gründen, ist Vorsicht geboten.

Am 29. November soll in Berlin ein „Deutsches Netzwerk gegen vernachlässigte tropische Armutskrankheiten“ gegründet werden. Name und Logo stehen fest, die Einladung wurde im Auftrag des Verbands der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) an ausgewählte Empfänger verschickt. Teilnehmen sollen „ca. 20 Personen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft nur auf persönliche Einladung“, so der Einladungstext der beauftragten Agentur. Ziel sei es, „die Weltgesundheitsorganisation dabei zu unterstützen, mindestens zehn der 17 neglected tropical diseases bis zum Ende des Jahrzehntes unter Kontrolle zu bringen“.

Der vfa vertritt die weltweit größten Pharmaunternehmen. Was motiviert einen Lobbyverband, ein zivilgesellschaftliches Netzwerk mit entwicklungspolitischen Organisationen vorzuschlagen?

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