Pharma-Kampagne aktuell

22.11.2013 - Aktuelles

Die doppelte Bürde


 

Nicht-übertragbare Krankheiten als globales Problem

Jedes Jahr sterben weltweit mehr als 36 Millionen Menschen an den Folgen nicht-übertragbarer Krankheiten. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Lungenerkrankungen und Diabetes sind für 80% dieser Todesfälle verantwortlich. Mehr als neun Millionen davon sind jünger als 60 Jahre. Für das Jahr 2030 wird prognostiziert, dass in Afrika nicht-übertragbare Krankheiten den Spitzenplatz als Ursache für frühzeitigen Tod übernehmen werden. Betroffen sind vor allem sozial Benachteiligte. So haben Menschen mit niedrigerem Einkommen ein viel höheres Risiko an nicht-übertragbaren Krankheiten zu sterben. Doch auch in reichen Ländern spielt der Unterschied zwischen Arm und Reich bei der Entstehung und den Folgen nicht-übertragbarer Krankheiten eine entscheidende Rolle.

Aus dem Inhalt:

Wir werfen einen Blick auf die Entstehung der Krankheiten (S. 4-8) und fragen in einem Interview nach der Erkenntnissen und Schlussfolgerungen der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (S. 9-10).

Wir zeigen am Beispiel Naurus, einem Kleinststaat im Pazifik, die negativen Folgen von Kolonialpolitik und Globalisierung
(S. 11-12) und fragen eine in Ruanda arbeitende Ärztin nach den Merkmalen der ruandischen Gesundheitspolitik bei der Bekämpfung nicht-übertragbarer Krankheiten (S. 27-30). Wir analysieren die Maßnahmen, die die WHO oder Staaten ergreifen, um die öffentliche Gesundheit zu fördern und das Entstehen von Krankheiten zu verhindern (S. 24-26).

Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Pharmaindustrie. Denn da es sich bei nicht-übertragbaren Krankheiten oft um chronische Erkankungen handelt, erfordert die Therapie, neben einer Umstellung der Lebensweise, unter Umständen auch eine lebenslange Therapie mit Arzneimitteln. Chronisch Kranke sind ein interessanter Markt für die Arzneimittelhersteller, versprechen sie doch über Jahre stabile Gewinne.

Wir beschreiben Marktstrategien der Pharmahersteller in verschiedenen Ländern und hinterfragen kritisch die Folgen für Bevölkerung und Gesundheitsversorgung (S. 13 - 23). Wir bewerten sogenannte Public-Private-Partnerships, die im Gesundheitbereich zunehmend an Bedeutung gewinnen (S. 31-33).

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