Pharma-Kampagne aktuell

24.04.2013 - Aktuelles

Schützt die PatientInnen: Stimmt für Transparenz


Brüssel - Europäisches Parlament,
Foto: Snowdog / GNU

 Mit Volldampf will die EU die Regeln für Arzneimittelstudien ändern. Gegenwärtig wird der Gesetzentwurf im EU-Parlament diskutiert. In einem offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlamentes fordern WissenschaftlerInnen, ÄrztInnen, ForscherInnen, PatientInnen und zivilgesellschaftliche Gruppen die Aufnahme von Vorschriften, die zur Transparenz beitragen.

Hierzu gehört u.a. der Zugang zu allen Daten klinischer Studien (veröffentlichte und unveröffentlichte) und nicht nur zu den Zusammenfassungen der Studienergebnisse. Erst bei einer vollständigen Offenlegung aller  Studiendaten (postive wie negative) kann der Nutzen und der Schaden eines Medikamentes abgewogen werden. Arzneimittelskandale aus der Vergangenheit hätten vermieden werden können, wenn der Zugang zu allen Studienergebnissen gewährleistet gewesen wäre.  So musste z.B. das Rheumamittel Rofecoxib (Pharma-Brief 4/2005) oder das Diabetes-Medikament Rosiglitazon (Pharma-Brief 8/2010) vom Markt genommen werden, nachdem alle Studienergebnisse bekannt wurden.

Der Mangel an vollständiger Information zu der Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln kann VerbraucherInnen schaden, den wissenschafltichen Fortschritt behindern und lässt ÄrztInnen über Informationen zu den Arzneimitteln, die sie verschreiben, im Dunkeln.

Brief lesen: Clincal Trials Regulation - Protect public health: Choose transparency!

Mehr zu der  EU-Richtlinie zu klinischen Studien.