Pharma-Kampagne aktuell

13.01.2013 - Aktuelles

Antibiotikaresistenz


Antibiotikaresistenzen aufgrund unsachgemäßer Verschreibung, Beratung und Gebrauch sind weltweit ein wachsendes Problem. Die AutorInnen der vorliegenden Studie beschreiben in ihrer Studie einige Ursachen. Dafür haben sie Apotheken an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze aufgesucht und neben Interviews mit Apothekenkunden und Angestellten, auch Verkaufsgespräche beobachtet sowie Informationen zum Bildungsstand der Apotheken-Angestellten gesammelt. Das Ergebnis: Der unsachgemäße Gebrauch von Antibiotika wird durch einen niedrigen Wissensstand der Angestellten in mexikanischen Apotheken gefördert. Eine regulierte Ausbildung existiert nicht. Das Wissen der Angestellten über Arzneimittel stammt häufig von PharmareferentInnen. Die AutorInnen fordern daher eine von Pharmaeinflüssen unabhängige Ausbildung, um die sachgerechte Beratung zu fördern und somit die Gefahr von Antibiotikaresistenzen einzudämmen.

Mehr: Homedes N, Ugalde A. Mexican Pharmacies and Antibiotic Consumption at the US-Mexico Border. Southern Med Review (2012) 5;2:9-19


Mehr zum Thema Antibiotikaresistenzen bietet auch der Pharma-Brief:

In der EU sterben jedes Jahr 25000 Menschen an Antibiotika-resistenten Krankheitserregern. Die Europäische Kommission möchte die Industrie mit finanziellen Anreizen dazu bewegen, neue Antibiotika zu entwickeln. Der Plan ist fraglich.

Hierzu mehr im Pharma-Brief 3-4/2012: Neue Antibiotika fehlen - Pläne der EU überzeugen nicht

Pharma-Brief 4-5/2010: Bedrohliche Resistenzen - Warum Medikamente in armen Ländern nicht (mehr) wirken

Pharma-Brief 10/2008: Das Imperium schlägt zurück