Pharma-Kampagne aktuell

25.02.2011 - Aktuelles

Aktuellen Pharma-Brief 1/11 lesen


Industrie berät WHO

Eine ExpertInnengruppe der WHO zu neuen Modellen der Pharmaforschung geriet wegen Intransparenz und Industrieeinfluss unter Kritik. Jetzt soll eine neue Arbeitsgruppe die Arbeit besser machen. Doch in das neue Team wurde ausgerechnet ein Novartis-Mitarbeiter berufen. Erst im letzten Jahr geriet die WHO in die Kritik, weil eine Arbeitsgruppe, die eine neue Forschungspolitik für vernachlässigte Krankheiten erarbeiten sollte, dem massiven Einfluss der Pharmaindustrie ausgesetzt war (Pharma-Brief 10/2009).
Und so bestimmen schon wieder Interessenskonflikte die Debatte. Das ist tragisch, denn die WHO ist die einzige international legitimierte Koordinationsstelle für die internationale Gesundheitspolitik. Lesen Sie hierzu den kritischen Leitartikel auf den Seiten 1-2.

Regelungen im Arzneimittelbereich werden immer weniger national, sondern mehr und mehr auf EU-Ebene geregelt. In der letzten Zeit haben wir besonders den Gesetzesvorschlag zur Änderung der Vorschriften im Bereich Arzneimittelwerbung verfolgt. Im Artikel "Arzneimittel in Europa" (S. 3-4) verschaffen wir ihnen u.a. einen Überblick zur europäischen Zulassungspolitik der EMA.

"Symptome kurieren oder Ursachen bekämpfen?" befasst sich mit Strategiern zur Verbesserung der Gesundheit in Entwicklungsländern. Lutz Paeßens geht der Frage nach, ob das Fehlen neuer Medikamente und Impfstoffe verantwortlich dafür ist, dass es kaum Fortschritte bei der Verbesserung der gesundheitlichen Lage in armen Ländern gibt. (S. 5-6)

Außerdem:

  • "Der indische Weg - wie lange noch?" - Zur Patentpolitik der EU in Indien
  • "Und wer hat´s erfunden?" - Der Beitrag öffentlicher Forschung

 

Dies und mehr im aktuellen Pharma-Brief 1/2011.