Pharma-Kampagne aktuell

25.11.2010 - Aktuelles

Kinder-Arzneien in armen Ländern getestet


Arzneimittelstudien sind immer ein Grenzgang zwischen Wissenserweiterung und Risiken für PatientInnen. Darum ist die Frage berechtigt, ob es ethisch vertretbar ist, solche Versuche in arme Länder zu verlegen - das gilt ganz besonders für Versuche mit Kindern. Mit Arzneimittelstudien an Kindern befasst sich der Leitartikel (S. 1-2):"Born in the USA ..."
1997 erließ die US-Regierung ein Gesetz, das die Entwicklung von Kinderarzneien beschleunigen sollte. Die Pediatric Exclusivity Provision garantiert eine Patentverlängerung um sechs Monate, wenn ein Hersteller sein Arzneimittel zusätzlich an Kindern testet. Die Rechnung ging auf. Doch über ein Drittel aller Studien, die unter der Verordnung durchgeführt wurden, fand in armen Ländern statt.

Was alles bei Arzneimittelstudien schiefgehen kann, zeigt schlaglichtartig ein Test mit der HPV-Impfung in Indien. Dies zeigt der Artikel: Aufklärung Glückssache (S. 2-3)

Außerdem:

  • Der EU-Kompromissvorschlag zu Patienteninformation
  • Arzneireform oder Umsatzsicherung - eine kritische Analyse des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in Deutschland
  • Für Sie gelesen: Der "Arzneiverordnungs-Report 2010" und "Gesunder Zweifel"

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen das Team der BUKO Pharma-Kampagne. Download: Pharma-Brief 9/2010