Pharma-Kampagne aktuell

19.03.2010 - Aktuelles

Pharma-Brief 2/2010 im Netz


Neue Impfstoffefür arme Länder können eine gute Sache sein. Aber man kann Entwicklungshilfegelder auch ohne Not aus dem Fenster werfen. 
Die GAVI-Alliance scheint dazu entschlossen. Sie will 1,5 Milliarden US$ in den Kauf von Pneumokokken-Impfstoff stecken und verkauft das als Förderung der Erforschung neuer Impfstoffe. Tatsächlich wird sie damit hauptsächlich die Hersteller alimentieren.
Advance Market Commitments (AMC) heißt das Zauberwort der Gates-Stiftung, die wesentlich an der Gründung und Finanzierung von GAVI beteiligt ist. Die Idee klingt verlockend: Um Firmen zur Entwicklung eines Medikamentes für vernachlässigte Krankheiten zu motivieren, garantiert man bei Erfolg eine große Abnahmemenge zu einem festen Preis. Die Sache hat aber mehrere Haken. Welche dies konkret für die Pneumokokken-Impfung sind, können Sie im Leitartikel (Seiten 1-2) lesen.
'Die Pharma-Kampagne hat sich bereits kritische mit dem AMC-Modell auseinandergesetzt. Das können Sie im Pharma-Brief 3-4/2009 auf den Seiten 3-5 noch einmal nachlesen.

Die EU-Kommission hat jüngst die Arzneimittelversorgung in der europäischen Union unter die Lupe genommen. (siehe auch: Wettbewerb - Fehlanzeige berichtete der Pharma-Brief 7/2009). Der Bericht zeigt Schwachstellen, die eine optimale und kostengünstige Versorgung der Bevölkerung in den Mitgliedsstaaten behindern. Er zeigt auch, dass das gegenwärtige System zur Förderung der Arzneimittelforschung erhebliche Schwächen hat. Es fehlen konstruktive Vorschläge zur Verbesserung der Situation. Die Pharma-Kampagne konnte am 3. März 2010 dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages ihre Vorschläge für eine rationalere Arzneimittelversorgung darlegen. Lesen Sie eine Zusammenfassung auf den Seiten 3-4.
Komplette Stellungnahme der BUKO Pharma-Kampagne können Sie hier nachlesen.

Welche scheinbar unabhängigen Organisationen Geld von der Pharmaindustrie bekommen, kann man in den USA erfahren. Dort müssen Industrieverbände offen legen, wen sie finanziell unterstützen. Die Informationen wurden nun von Knowledge Ecology International (KEI) im Internet veröffentlicht. Hierzu mehr auf den Seiten 6-7.

Des Weiteren:

  •  Buchrezensionen
  •  Sozialer Status und Lebenserwartung in Industrieländern - die Schere zwischen Arm und Reich ist kaum kleiner geworden

Das uns vieles mehr lesen sie im Pharma-Brief 2/2010.