BUKO-Pharma-Kampagne


Pressemitteilung, 8. Oktober 2002

EU Ausschuss gegen Lockerung des Werbeverbots für Arzneimittel

Der Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Verbraucherpolitik im Europäischen Parlament hat einen Antrag der EU Kommission abgelehnt, der eine Lockerung des Werbeverbots für verschreibungspflichtige Arzneimittel in der Öffentlichkeit beabsichtigte. Die BUKO Pharma-Kampagne fordert das Europäische Parlament auf, der Entscheidung des Ausschusses zu folgen.

Die Mehrheit des Gesundheitsausschusses wies den Vorschlag der Kommission zurück, das bisher gültige Verbot von Laienwerbung für Medikamente zur Behandlung von HIV/AIDS, Asthma und Diabetes zu lockern. Während Vertreter der Pharmaindustrie und der Generaldirektion Unternehmen argumentierten, die geplante Gesetzesänderung solle der Versorgung von Patienten mit Informationen durch die Industrie dienen, lehnen viele gesundheitspolitische Gruppen wie die BUKO Pharma-Kampagne diese Regelung ab. Es war zu befürchten, dass den Verbrauchern getarnte Werbung statt Informationen geboten wird.

Das klare Votum des Gesundheitssauschusses für eine patientenorientierte Informationspolitik ist zu begrüßen. "Patienten und Verbraucher wollen keine Werbung, sondern ausgewogene Informationen," so Christian Wagner, Campaigner der BUKO Pharma-Kampagne. Die Kommission wird vom Gesundheitsausschuss aufgefordert, Vorschläge für eine werbefreie und ausgewogene Patienteninformation zu unterbreiten. Bei der Ausarbeitung der Kriterien sollen Patientenorganisationen und weitere gesundheitspolitische Gruppen konsultiert werden.

Homepage Infos zur Kampagne Mitarbeit Infomaterialien