BUKO-Pharma-Kampagne


Pressemitteilung, 11. September 2002

Arzneimittelwerbung - wem hilft’s?

Straßentheatergruppe Schluck & weg der Pharma-Kampagne
tourt vom 23. September bis 4. Oktober 2002 durch die Republik

Arzneimittelwerbung verspricht Linderung. Doch viele Medikamente sind überflüssig, unwirksam oder mit gefährlichen Nebenwirkungen behaftet. Das Straßentheater Schluck & weg der BUKO Pharma-Kampagne hat dieses Thema in ein brisantes Stück verpackt.

Frei nach dem Motto "Wir machen uns selbst schlau!" nehmen die SchauspielerInnen die alltägliche Manipulation durch die Pharmawerbung unter die Lupe. Verborgene Zusammenhänge zwischen Arzneimittelkonsum, Werbung und Forschungspolitik werden so verständlich und nachvollziehbar. Wir laden ein zum Anschauen, Mitfühlen, Weiterdenken und Mitreden.

"Gegen jedes Problem gibt es die passende Tablette." Diesen Eindruck verbreiten die Marketingstrategien der Pharmaindustrie. Pharma-Werbung ist oft nicht einmal als solche zu erkennen. Unauffällig werden die Botschaften in den Massenmedien plaziert, ÄrztInnen von Pharmavertretern mit einseitigen Informationen zugeschüttet.

Mündige PatientInnen brauchen aber ausgewogene Informationen, um nicht zu Opfern der Vermarktungspläne zu werden. Nur dann können sie erkennen, was hinter dem riesigen Arzneimittelangebot steckt: nämlich viele risikoreiche und teurere Präparate, zu denen es bewährte und billige Alternativen gibt.

Entblößt wird in dem Theater-Stück auch die einseitige Forschungspolitik der Pharmaindustrie. Für typische Krankheiten der sogenannten Dritten Welt wird kaum geforscht, während in den Industrieländern ständig neue unnötige Medikamente auf den Markt gebracht werden.

Schluck & weg tourt seit 18 Jahren alljährlich mit einem bunt bemalten Reisebus durch die Republik und ist die älteste politische Straßentheatergruppe Deutschlands. Die Gruppe hat jedes Jahr 30 Auftritte in zehn Städten.

Auftrittsorte: 23.9. Bielefeld, 24.9. Hamm, 25.9. Krefeld, 26.9. Köln, 27.9. Bonn, 28.9. Herborn, 30.9. Stuttgart, 2.10. München, 4.10. Bad Boll

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