BUKO-Pharma-Kampagne


Pressemitteilung, 10. September 2002

Werbung ist keine Information
Keine Lockerung des Werbeverbots für Medikamente!

BUKO Pharma-Kampagne
Deutsche AIDS-Hilfe e.V.

Die Europäische Union plant eine Lockerung des Werbeverbots für rezeptpflichtige Arzneimittel. Bisher ist es der pharmazeutischen Industrie verboten, diese Medikamente direkt bei den PatientInnen zu bewerben. Ein Änderungsvorschlag der Europäischen Kommission sieht nun vor, die patientengerichtete Werbung für rezeptpflichtige Medikamente für die Indikationsgebiete HIV/AIDS, Diabetes und Asthma in einer "Testphase" zuzulassen.

Bisher ist diese Art von Werbung nur in den USA und Neuseeland zugelassen. Die Erfahrungen in diesen Ländern zeigen deutlich die negativen Folgen von öffentlicher Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente:

Nach der Sommerpause 2002 geht der Gesetzesentwurf im Europäischen Parlament in die erste Lesung. Wir sehen -wie auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen- in dem Gesetzesvorhaben eine wesentliche Verschlechterung des Patienten- und Verbraucherschutzes. Patienten haben ein Recht auf umfassende und objektive Information über Medikamente und Therapieverfahren - Werbung jedoch manipuliert, statt zu informieren.

BUKO Pharma-Kampagne
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e-mail: dah@dah.aidshilfe.de

 

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