Pharma-Kampagne unterstützt Proteste gegen Software-Patente

Die drei bekanntesten europäischen Autoren von Open-Source-Programmen haben einen Aufruf gegen Software-Patente veröffentlicht. Linus Torvalds (Betriebssystem Linux), Michael Widenius (Datenbank MySQL) und Rasmus Lerdorf (Programmiersprache PHP) fordern darin den Rat der Europäischen Union auf, den Entwurf einer Software-Patent-Richtlinie vom Mai nicht anzunehmen. Das Autoren-Trio nennt diesen "trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert".

Die BUKO Pharma-Kampagne unterstützt diese Forderungen, da die open-source-Bewegung viele Gemeinsamkeiten zu den Zielen unserer Arbeit aufweist. Open source-Programme müssen nicht unbedingt kostenlos sein, entscheidend ist jedoch, das ihr Quellcode einsehbar ist und von anderen ProgrammiererInnen weiterentwickelt werden darf. Das Internet basiert zu großen Teilen auf open-source-Entwicklungen, im Fall von patentierter Software wäre das Internet in seiner heutigen Struktur und Vielfalt undenkbar. Patentierung hemmt Innovationen, macht Produkte teuer und schließt viele Menschen vom Zugang zu den Produkten aus.

Vor diesem Hintergrund fordert die BUKO Pharma-Kampagne die Abschaffung von Patenten für Arzneimittel. Viele Menschen können sich notwendige Behandlungen nicht leisten, weil sie unbezahlbar ist. Arzneimittel müssen allen Menschen zugänglich sein. Patente schaffen Monopole, machen Arzneimittel ungerechtfertigt teuer und verwehren vielen Menschen so den Zugang zu lebensrettenden Medikamenten. Das profit-orientierte Patentsystem hat hier ganz offensichtlich versagt. Wir brauchen Arzneimittelforschung, die menschliche Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt und Medikamente als Allgemeingut entwickelt. Hier gehts zur Erklärung