Pressemitteilungen der BUKO Pharma-Kampagne

Hilfsorganisationen kritisieren Pharma-Patente

(31.5.2007 /Bielefeld) Beim bevorstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm ist mit einer heftigen Auseinandersetzung um die globale Gesundheitssituation, die AIDS-Krise und den Zugang zu patentgeschützten Medikamenten zu rechnen. Werden Länder wie Thailand und Brasilien gestärkt, die das legale Mittel der Zwangslizenzen einsetzen, um der eigenen Bevölkerung ausreichend AIDS-Medikamente zur Verfügung zu stellen? Oder gewinnen die Interessen der Pharmaindustrie die Oberhand, die mit Macht ihr Patentmonopol und damit einhergehenden hohen Medikamentenpreise sichern will? Mehr [pdf]

Abbott droht Boykott wegen Druck auf Thailand

(26.4.2007 /Bonn) Trotz zahlreicher internationaler Proteste rückt die Pharmafirma Abbott nicht von ihrer Entscheidung ab, die Zulassung von sieben neuen Medikamenten, davon eines zur HIV/Aids-Behandlung, für Thailand zurückzuziehen. Damit stellt Abbott den Zugang von vielen Tausend Aidspatienten/-innen zur verbesserten adäquaten Behandlung in Frage. Daher fordern Nichtregierungsorganisationen weltweit und zehn Organisationen bundesweit Ärztinnen und Ärzte auf, zu prüfen, ob sie Vertreterinnen und Vertreter der Firma Abbott weiterhin empfangen und anstelle von Abbott-Markenpräparaten generische Alternativen verordnen möchten. Mehr [PDF /46kB]

Infektionszahlen von HIV in Europa wieder höher.
Dramatischer Anstieg in Osteuropa!

(24.3.2007 /Bremen) Lob und Skepsis bei der hochrangigen Konferenz der EU–Minister“ am 12. und 13. März in Bremen. Aktionsbündnis gegen AIDS begrüßt das Engagement bei Angela Merkel und Ulla Schmidt, fordert jedoch mehr politische Verantwortung und Partnerschaft bei der AIDS-Bekämpfung. Mehr [PDF /44 kB]

Wirtschaftsförderung oder Verbraucherschutz?

(2.3.2007 /JS) Die Bundesregierung will die Arzneimittelkontrollbehörde in ein halbstaatliches Dienstleistungsunternehmen umwandeln. Eine noch schnellere Zulassung von risikoreichen Medikamenten und eine schlechtere Überwachung von Risiken ist zu befürchten. Mehr [PDF/ 122 kB]

Deutsche Firma behindert Zugang zu AIDS-Medikamenten

(28.11.2006 /JS) Boehringer beantragt in Indien Patent auf Aids-Sirup für Kinder. Nevirapine-Sirup ist entscheidend für die Behandlung HIV-infizierter Kinder. Der Hersteller Boehringer Ingelheim hatte zugesagt, die Produktion von Nevirapine für arme Länder nicht zu behindern. Aber zwischen Worten und Taten klafft eine große Lücke. Mehr [PDF/ 66 kB]

Time to deliver“: Menschen in armen Ländern müssen weiter warten
Vielversprechende Ansätze scheitern an Geld und politischer Unterstützung

(Toronto, 18. August 2006) Die BUKO Pharma-Kampagne macht als Mitglied des deutschen Aktionsbündnisses gegen AIDS auf die Ergebnisse der Welt-Aids-Konferenz in Toronto aufmerksam: Heute endet in Toronto/Kanada die 16. Weltaidskonferenz. „WissenschaftlerInnen, SozialarbeiterInnen und Betroffene haben viele erfolgversprechende Ansätze und Erfahrungen präsentiert. Es ist jedoch ein Schlag ins Gesicht der Armen, dass diese Konferenz ohne ausreichende Finanzierungszusagen endet“, mehr ...

Schulmaterialien

Soeben erschienen sind die neuen Schulmaterialien "Gesundheit, Krankheit und Medikamente in der Einen Welt". Die BUKO Pharma-Kampagne präsentiert darin erstmalig die Themen ihrer Arbeit in einer für Kinder und Jugendliche verständlichen Form. Die Unterrichtsmappen für Primarstufe, Sekundarstufe I und II sowie ein Materialkoffer für die Ganztagsbetreuung an Grundschulen sind ab sofort über die BUKO Pharma-Kampagne erhältlich. Mehr...

Wegweisende Entscheidung auf der Weltgesundheitsversammlung

(29.5.2006/CW) Unter Führung der Weltgesundheitsorganisation WHO wird einen Aktionsplan erarbeitet, mit dem Forschungslücken für Tropen- und Armutskrankheiten geschlossen werden sollen. Das wurde auf der Weltgesundheitsversammlung in Genf einstimmig beschlossen. Mehr...

Warum brauchen wir einen weltweiten Rahmen für Gesundheitsforschung?

(22.5.2006/CW) Auf der heute beginnenden Weltgesundheitsversammlung (WHA; 22.-26.5.2006) werden zwei Resolutionen zur Abstimmung vorgelegt, die einen globalen
Rahmenplan für die Gesundheitsforschung vorschlagen. Ziel ist die Entwicklung neuer Lösungen zur Beseitigung systematischer Missstände in der Gesundheitsversorgung.
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BUKO Pharma-Kampagne wird 25!

(8. Mai 2006 / CF) Mangel und Überfluss - Medikamente in Nord und Süd
Um der deutschen Pharmaindustrie auf die Finger zu schauen hat sich vor 25 Jahren die BUKO Pharma-Kampagne gegründet. Ein Vierteljahrhundert kritische Arbeit hat dafür gesorgt, dass sich das Medikamentensortiment deutscher Firmen und in Ländern des Südens, aber auch in Deutschland wesentlich verbessert hat. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens will die BUKO Pharma-Kampagne mit einem Symposium zum Thema Mangel und Überfluss – Medikamente in Nord und Süd in die Zukunft schauen. Für ÄrztInnen ist die Veranstaltung mit 7 Fortbildungspunkten zertifiziert.
Lesen Sie das Veranstaltungsprogramm (PDF)

Kostensteigerung per Gesetz?

(18.1.2006/JS) Heute wird das Arzneimittelwirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) im Gesundheitsausschuss des deutschen Bundestages in einer Anhörung zur Debatte gestellt. Nicht nur die Pharma-Kampagne befürchtet, dass sich das Ziel des Gesetzes, Geld zu sparen sich ins Gegenteil verkehrt. Theapeutische Verbesserungen sollen als Kriterium nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Eine Einladung an die Industrie noch mehr unsinnige Scheininnovationen auf den Markt zu bringen, die Kassen und Patienten müssen es ja schließlich zahlen. Mehr in der Pressemitteilung zum AVWG [PDF/ 31 kB]

Wer ist Hippo?
"Der ewige Gärtner" mit Erfolg angelaufen

(12.1.2006/ JS) Der Kinofilm "Der ewige Gärtner" ist mit Erfolg angelaufen und hat der Pharma-Kampagne große Aufmerksamkeit beschert. Zahlreiche Rundfunksender und Tageszeitungen, darunter die Frankfurter Rundschau, berichteten ausführlich, wer hinter der kleinen kritischen Gruppe "Hippo" im Film steckt. Pressemitteilung "Kinofilm mit Pharmakritik" [PDF/ 53 kB]

Arzneimittelsicherheit muss verbessert werden

(21.1.2005 /JS) Arzneimittel können auch Risiken haben, doch darüber ist viel zu wenig bekannt. Die unabhängigen europäischen Arzneimittelzeitschriften veröffentlichten deshalb heute die "Berliner Deklaration zur Pharmakovigilanz". Angesichts der Arzneimittelskandale der letzten Monate kommen die Forderungen gerade zur rechten Zeit. Besondere Aktualität erhält die Diskussion durch das gegenwärtig um Bundestag diskutierte Informationsfreiheitsgesetz. Sollte es in der jetzigen Form umgesetzt werden, würde es für Arzneimittel ein Informationsverhinderungsgesetz, denn Geschäftsgeheimnisse sollen von der Offenlegungspflicht ausgenommen werden. mehr ...

Schädliches und Überflüssiges für die 3. Welt

(14.12.2004) Deutsche Pharmafirmen gehören zu den größten Anbietern von Arzneimitteln in der Dritten Welt. Die neue Arzneimittelstudie von entwicklungspolitischen Gruppen kratzt am positiven Image der Branche. Vier von zehn Medikamenten deutscher Firmen mussten negativ bewertet werden. Mehr ...

Rath gefährdet das Leben von Aids-Kranken in Südafrika

(30.11.2004) Der berüchtigte deutsche Vitamin-Guru Dr. Rath gefährdet mit einer Propaganda-Aktion das Leben von HIV-Infizierten in Südafrika und spielt damit denjenigen in Südafrika in die Hände, die einen Zusammenhang zwischen dem HI-Virus und Aids bestreiten. Ausgerechnet die Treatment Action Campaign (TAC), die sich seit Jahren für die Behandlung der Aids-Kranken in Südafrika einsetzt, ist Ziel der Desinformationskampagne von Rath. Mehr ...

Prioritäten setzen reicht nicht aus
Chance für Richtungswechsel in der europäischen Arzneimittelforschung darf nicht verpasst werden

(23.11.2004) Die Initiative der niederländischen EU-Präsidentschaft Priority Medicines for the citizens of Europe and the World sollte ein Aushängeschild werden. Ziel war eine klare Setzung von Prioritäten für die zukünftige Pharmaforschung in Europa. Allerdings liefert sie kaum mehr als technische Verbesserungen für ein Forschungssystem, dass in vielen Punkten grundsätzlich versagt. Zu diesem Schluss kommt das Europäische Netzwerk Health Action International (HAI) in seinem am Donnerstag veröffentlichten Bericht Attending to a sick industry?
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EU stellt Weichen für die Zukunft der Arzneimittelforschung

(16.11.2004) Am 18. November 2004 werden die Weichen für die Zukunft der Arzneimittelforschung in Europa gestellt. Dazu gibt es ein geschlossenes Treffen der Europäischen Union in Den Haag. Es ist zu befürchten, dass es zu einer verstärkten Förderung der Pharmaindustrie kommt und die menschliche Gesundheit nicht im Mittelpunkt stehen wird. Aus diesem Anlass wird Health Action International am 18. November auf einer Konferenz in Den Haag die Pharmapolitik der EU kritisch unter die Lupe nehmen. Mehr ... [PDF/ 227 kB]

Pfizer verunsichert Kranke

(15.11.2004) Mit Medienrummel und ganzseitigen Anzeigen versucht der Pharmakonzern Pfizer den hohen Preis für seinen Cholesterinsenker Avorstatin zu verteidigen. Pfizer behauptet, sein Mittel sei besser und dürfe deshalb nicht in eine Festbetragsgruppe mit anderen Statinen gepackt werden. Für die Behauptungen der Firma gibt es keinen Beleg. Die Bundearbeitsgemeinschaft der PatientInnenstellen und die Pharma-Kampagne verurteilen die Verunsicherung von PatientInnen durch Pfizer. Mehr ... [PDF/ 128 kB]

Geld für Gesundheit statt Krieg - weltweite Demonstrationen gegen Aidspolitik der USA

(21.6.2004) Seuchen, Epidemien und Unterernährung bedrohen die globale Sicherheit mehr als alles andere. Gemeinsam mit der südafrikanischen Anti-Aids-Kampagne TAC (Treatment Action Campaign) rufen international friedens- und gesundheitspolitische Initiativen, darunter die BUKO Pharma-Kampagne, dazu auf, Rüstungsausgaben zu senken und in Gesundheit zu investieren. Am 24. Juni werden dafür weltweit Menschen auf die Straßen gehen. Sie protestieren damit auch gegen die rückwärtsgewandte Aidspolitik der US-Regierung. Die Gelder, die Präsident Bush für die Aidsbekämpfung versprochen hat, fließen nur langsam und sind an unverantwortliche Bedingungen geknüpft. Zugleich fließen Unsummen in die militärische Besetzung des Irak.
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Angesichts Millionen AIDS-Toter reicht ein Schulterklopfen nicht aus!

(21.4.2004) Am 21. April 2004 verleiht die Global Business Coalition on HIV/AIDS (GBC) ihren Preis für besonderes unternehmerisches Engagement in der Eindämmung von HIV/AIDS. Die BUKO Pharma-Kampagne macht darauf aufmerksam, dass die Rolle der Firmen in der AIDS-Bekämpfung durchaus zwiespältig ist und private Inititaiven ein Engagement der Bundesregierung nicht ersetzen können
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Wenn der Kuss des Prinzen nicht mehr wirkt...

Die Straßentheatergruppe Schluck & weg der BUKO Pharma-Kampagne feiert 20. Geburtstag und geht vom 17. bis 30. Mai 2004 auf Jubiläumstour. Diesmal Im Gepäck: Ein höchst amüsantes Pharma-Märchen mit aktuellen Bezügen.
Schneewittchen leidet unter der Schlafkrankheit, doch Medikamente gibt es nicht. Auch der Kuss des Prinzen ist im modernen Märchen obsolet geworden. Die Zwerge machen sich auf die Suche nach einem wirksameren Heilmittel. Doch Big Pharma lässt die wenig zahlungskräftigen Winzlinge abblitzen. Statt dessen legt sich die Arzneimittel-Maschinerie für die Stiefmutter ins Zeug, beseitigt deren Beinbehaarung und Speckpölsterchen und kuriert Glatze und Impotenz des Gemahls...
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Pille oder Banane - Straßentheater-Workshop 2004

(21.11.2003) Politische Öffentlichkeitsarbeit wird meist mit viel Papier betrieben. Doch es geht auch anders: Die BUKO Pharma-Kampagne nutzt seit nunmehr 20 Jahren Straßentheater als äußerst erfolgreiche Methode entwicklungspolitischer Bildungsarbeit. Diese Erfahrung wollen wir weitergeben. Wir veranstalten darum gemeinsam mit BanaFair vom 23.-25. Januar 2004 in Bielefeld den Praxisworkshop „Straßentheater als Methode entwicklungspolitischer Öffentlichkeitsarbeit“. Mehr...

Cancun: Kein Zugang zu Aids-Medikamenten

(9.9.2003) Am Samstag, den 30.8.2003 haben die Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) einem Kompromiss zugestimmt, der es Ländern wie Kenia erleichtern soll, billige Medikamente gegen Aids und andere schwerwiegende Erkrankungen zu importieren. Allen voran die USA haben sich bis zuletzt gegen eine Lösung im Sinne der Armen gesperrt. Der jetzt erzielte Kompromiss ist denkbar ungeeignet, den Zugang zu den überlebensnotwendigen Medikamenten für die Armen zu verbessern.

Patente um jeden Preis statt Arzneimittel für alle

(4.8.2003) Mit einer Broschüre versucht der größte deutsche Pharmaindustrie-Verband VFA Stimmung für die Durchsetzung von Patenten in armen Ländern zu machen. Entwicklungspolitische Organisationen sehen in der Veröffentlichung eine gezielte Strategie der Industrie, um vom eigenen Versagen bei der Bereitstellung von bezahlbaren Medikamenten abzulenken. Gerade vor der Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Cancun ein ziemlich durchsichtiger Versuch, die Politik zu beeinflussen. Mehr ...

Unterschriften-Kampagne "Gesundheit für Alle - Jetzt!"

(14.7.2003) Die Hilfsorganisation medico international und die BUKO Pharmakampagne starten in Deutschland eine Unterschriften-Kampagne „Gesundheit für Alle – jetzt“. Anlass ist der 25. Jahrestag der Erklärung von Alma Ata, in der sich die Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verpflichteten, bis zum Jahr 2000 allen Menschen gesunde Lebensbedingungen und den bestmöglichen Zugang zu Gesundheit zu sichern. Unter dem Einfluss des Neoliberalismus haben sich die meisten Regierungen von diesem Ziel verabschiedet. Täglich sterben allein 30.000 Kinder an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten. Weltweit fehlt immer mehr Menschen ein sicherer Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung. Die Unterschriften-Kampagne „Gesundheit für Alle – Jetzt!“ wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern durchgeführt. Weltweit sollen Millionen Unterschriften gesammelt und der WHO übergeben werden. Mehr...

Medikamente für die Dritte Welt: Deutschland soll Zugang sichern helfen

(26.5.2003) Den ärmsten Ländern muss der Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln ermöglicht werden. Bislang blockieren die USA eine Lösung innerhalb der Welthandelsorganisation (WTO). Deutschland soll auf die Europäische Union einwirken, damit sie ihren untauglichen Kompromissvorschlag zurückzieht. Entwicklungspolitische Gruppen fordern die Bundesregierung mit einer Postkartenaktion zum Handeln auf. Mehr ...

Aids-Alarm im Weltraum: "Schluck&weg" auf Deutschland-Tournee

(19. Mai 2003 /CJ) Das Straßentheater Schluck&weg der Pharma-Kampagne geht vom 25. Mai bis 7. Juni auf Deutschland-Tournee Es geht um die Aids-Katastrophe, den Patentschutz auf Medikamente und um Millionen Frauen, Kinder und Männer, die sterben müssen, weil sie sich wirksame Medikamente nicht leisten können. Bissig, pointiert und zugleich humorvoll transferiert Schluck & weg die Aids-Problematik in ein spannendes Weltraum-Abenteuer. Mehr ....

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