Pharma-Kampagne aktuell Archiv bis 2005

Hier finden Sie nur ältere Meldungen bis Ende 2005. Aktuelle Pressemitteilungen finden Sie hier.

Neuer Pharma-Brief Spezial:
Arzneimittelforschung im öffentlichen Interesse?

(23.12.2005/ JS) Arzneimittel sollen ein Segen für die Menschheit sein. Doch wird die Forschung ihren eigenen Ansprüchen gerecht? Neue AIDS-Medikamente sind für die meisten Betroffenen unbezahlbar. Und an Mitteln für in armen Ländern verbreitete Krankheiten wird kaum geforscht. Das gegenwärtige Förderungssystem, das stark auf Patentschutz setzt, garantiert den Firmen zwar hohe Gewinne, doch der Nutzen der Arzneimittelforschung für die Menschheit ist eher begrenzt. Der Pharma-Brief Spezial 2/2005 [PDF/ 533 kB] zeigt, warum das so ist und was sich ändern müsste.

Was hat "Der ewige Gärtner" mit der Pharma-Kampagne zu tun?

(13.12.2005/ JS) Am 12. Januar wird "Der ewige Gärtner" in Deutschland in die Kinos kommen. Wer genau hinschaut, wird in dem Film, der nach einem Buch von John le Carré gedreht wurde, auch die BUKO Pharma-Kampagne wiedererkennen. Die Hauptfigur des Films, Tessa Quayle, war einem skandalösen Medikamentenversuch in Kenia auf der Spur. Dabei hatte sie auch Kontakt zu der kleinen kritischen Gruppe Hippo in Deutschland aufgenommen. Die Vorlage für Hippo ist die BUKO Pharma-Kampagne. Vor gut fünf Jahren besuchte John le Carré die Kampagne in Bielefeld. Lesen Sie mehr im neuen Pharma-Brief 9-10/2005 [PDF 183 kB]

WTO - Keine Verbesserungen im Medikamentenzugang

(8.12.2005/ JS) Mit einer Blitzentscheidung hat die WTO am 6. Dezember die vorläufige Regelung zu grenzüberschreitenden Zwangslizenzen in eine permanente Regel verwandelt. Eine solche Klausel ist für Länder wichtig, die selbst keine Medikamente herstellen können und auf Importe angewiesen sind. Viele Nichtregierungsorganisationen kritisieren diese überhastete Entscheidung, die einen schlechten Kompromiss zur Dauerkrise machen wird. Denn die Regeln sind einschränkend, verhindern Wettbewerb und treiben damit die Kosten für die ärmsten Länder in die Höhe. Ärzte ohne Grenzen beklagt bereits jetzt, dass die Medikamente für AIDS-Patienten, die mit den Standardmitteln der behandelt werden können, 5 bis 30 mal so teuer sind wie die Standardtherapie. Weitere Infos bei Intellectual Property Watch

Neuer Film zu AIDS:
Eine Frage der Menschlichkeit

(26.10.2005 /JS) Ein besonderes Filmprojekt hat die Pharma-Kampagne mit der indischen Filmemacherin T. Jayashree fertiggestellt. Der Film "Eine Frage der Menschlichkeit" beschäftigt sich mit den Schicksal von AIDS-Kranken in Indien und Deutschland. Dabei kommen sowohl Betroffene aus der "Mitte der Gesellschaft" wie auch Menschen aus Randgruppen zu Wort. Ergänzt werden diese Zeugnisse mit Bildern von Aktionen für einen besseren Zugang zu AIDS-Medikamenten und Stellungnahmen von Fachleuten. Der Film wird im Pharma-Brief 8/2005 vorgestellt. Weitere Themen: • Licht für Laien: Neue Arzneimittelzeitschrift wird vom BUKO mit herausgegeben • Hormontherapie in den Wechseljahren: Keine Entwarnung • Medikamentenworkshop auf der zweiten People's Health Assembly • Neue Bücher zur Forschung
Pharma-Brief 8/2005 [ca 600 kB/PDF]

Endlich: Unabhängige Arzneimittelinfos für Laien

(19.10.2005 /JS) Heute wurde in Berlin ein außergewöhnliches Zeitungsprojekt vorgestellt. Mit "Gute Pillen - Schlechte Pillen" wird es in Deutschland erstmals ein unabhängiges Informationsblatt zu Arzneimitteln geben, das sich direkt an VerbraucherInnen wendet. Das besondere an den werbefreien Blatt: Dahinter steckt die Sachkompetenz von drei Zeitschriften: Der Arzneimittelbrief, arznei-telegramm und dem vom BUKO herausgegebenen Pharma-Brief. Hier geht es zu Gute Pillen - Schlechte Pillen

Boehringer Ingelheim läßt zu wünschen übrig

(11.7.2005/ JS) Boehringer Ingelheim rühmt sich gern seines AIDS-Medikaments Nevirapine. Doch längst nicht alles, was die Firma in armen Ländern anbietet, ist auch nützlich. Jedes zweite angebotene Mittel ist zweifelhaft. Mehr dazu im Pharma-Brief 5/2005. Weitere Themen: • Forschung: Neue Wege • Deutschland: Arzneimittelsicherheit • Industrie: Lobby will freie Bahn. Pharma-Brief 5/2005 [PDF 235 kB]

Billige Arzneimittel: EU hilft den Ärmsten nicht

(30.6.2005 /JS) Momentan arbeitet die EU-Kommission an Regeln, wie auch die ärmsten Länder ohne eigene Pharmaindustrie Zugang zu preiswerten Medikamenten erhalten sollen. Doch der Industrieeinfluss ist groß. Die Vorlage der Kommission verheißt nichts Gutes für die Armen. Lesen Sie mehr dazu im neuen Pharma-Brief 4/2005 ab S.3. Weitere Themen: • Tarnen und täuschen: Wie Merck & Co ihren COX-2 Hemmer schützte (siehe untenstehende Meldung vom 16.6.2005) • Chemie-Gewerkschaft will Pharmaindustrie mit Steuergeldern stärken • Off-Label Gebrauch: Medikamenteneinsatz jenseits des Erlaubten.
Hier gehts zum Pharma-Brief 4/2005 [PDF/ 674 kB]

Der ewige Gärtner als Film

(27.6.2005 /JS) Der Krimi "Der ewige Gärnter" des weltbekannten Autors John le Carré spielt unter anderem auch bei der BUKO Pharma-Kampagne (im Buch "Hippo"). Jetzt kommt "Der ewige Gärtner" als Film in die Kinos. Internationaler Starttermin ist der 26. August 2005.

Tarnen und täuschen - Wie MSD versuchte Vioxx zu retten

(16.6.2005 /JS) Kein Medikament in der Firmengeschichte von MSD (Merck & Co) erreichte so schnell über eine Milliarde Dollar Umsatz wie das Schmerzmittel Vioxx (Rofecoxib). Blockbuster nennt die Branche solche Mittel. Bereits ein Jahr nach der Zulassung, also 2000, wusste die Firma, dass Vioxx zu risikoreich ist. Aber erst im September 2004 wurde das Mittel vom Markt genommen. Mit welchen Methoden die Firma ÄrztInnen und Öffentlichkeit in die Irre führte, deckte jetzt der US-Kongress auf. Vom Handschlag bis zur manipulierten Statistik wurde nichts dem Zufall überlassen. Lesen Sie vorab den Leitartikel im Pharma-Brief 4/2005

Indisches Patentgesetz gefährdet Arzneimittelversorgung

(2.5.2005 /JS) Indien produziert weltweit die günstigsten Medikamente. Viele arme Länder sind auf in Indien produzierte AIDS-Medikamente angewiesen. Doch jetzt musste Indien wegen der Welthandelsorganisation das Patentrecht ändern. Vor allem der Zugang zu neuen Medikamenten könnte schwierig werden. Mehr dazu im neuen Pharma-Brief. Weitere Themen: • Privatisierung der Krankenversicherung hilft nicht • Britisches Parlament kommt zu vernichtendem Urteil über Pharmaindustrie • COX-2 Hemmer: Nächstes Mittel vom Markt • Deutschland: Arzneimittelsicherheit zu verkaufen Pharma-Brief 3/2005 [PDF/ 594 kB]

Arzneimittelkontrolle als Wirtschaftsförderung

(26.4.2005 /JS) Jetzt ist es so weit. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt stellte den Gesetzentwurf für die von ihr gemeinsam mit der Pharmaindustrie geplante neue Arzneimittelagentur DAMA vor. Trotz Protesten der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und vielen weiteren kritischen Stimmen läßt die DAMA für den VerbraucherInnenschutz das Schlimmste befürchten. Die DAMA-MitarbeiterInnen sollen nach Leistung bezahlt werden, das Geld stammt direkt von der Pharmaindustrie. Mehr in Kürze im neuen Pharma-Brief 3/2005.

Merck reagiert auf Kritik

(24.3.2005/ JS) Als Reaktion auf die Arzneimittelstudie der Pharma-Kampagne kündigte die deutsche Merck KGaA jetzt den Rückzug einiger risokoreicher Medikamente aus Pakistan und Südafrika an. An weiteren umstrittene Produkten will der Hersteller aber festhalten. Mehr dazu im neuen Pharma-Brief 2/2005. Weitere Themen: * Rheumamedikamente vom Typ COX-2 Hemmer weiter in der Kritik * Patentpools: Neuer Weg der Forschungsförderung für vernachlässigte Krankheiten. Hier gehts zum Pharma-Brief 2/2005 [PDF/ 615 kB]

Proteste gegen Patente in Indien

(25.2.2005 /JS) Am 26. Februar 2005 gibt es einen globalen Aktionstag gegen die geplante Arzneimittelpatentgesetzgebung in Indien. Das Land ist bisher der preiswerteste Versorger für AIDS-Medikamente weltweit. Der vorliegende Entwurf würde dem ein drastisches Ende bereiten. Weitere Informationen zur neuen Patentgesetzgebung in Indien.

Abschaffung der Arzneimittelsicherheit

(24.2.2005 /JS) Die Zulassungsbehörde für Arzneimittel in Deutschland soll abgeschafft werden. Stattdessen soll eine "nach ökonomischen Grundsätzen geführte" Agentur für eine schnelle Zulassung neuer Medikamente sorgen. Dieser Vorschlag ist das Ergebnis einer "Task Force" im Gesundheitsministerium, die sich hauptsächlich aus Vertretern der Pharmaindustrie zusammensetzte. Der Gesetzentwurf wurde an die Presse lanciert, bevor die Abgeordneten des Bundestages ihn überhaupt zu sehen bekamen. Das ZDF-Magazin "Frontal 21" berichtete am 22.2. unter dem Titel "Tod durch Nebenwirkung - Abschaffung der Arzneimittelsicherheit". Der Pharma-Brief kam in der Sendung auch zu Wort. Video und Text der Frontal 21 Sendung vom 22.2.2005 zur Arzneimittelsicherheit.

AIDS: Todesstatistik schockt Südafrika

(22.2.2005 /JS) Während die Zahl der behandelten AIDS-Kranken in Südafrika wächst, macht die neue Todesursachen-Statistik die Notwendigkeit eines drastischen Umsteuerns deutlich: 2002 sind die Todesfälle gegenüber 1997 um 57% gestiegen. Ein Großteil der Zunahme ist AIDS geschuldet. Besonders schlimm trifft es jüngere Frauen. Viel mehr Frauen als Männer in der Altersgruppe zwischen 15-29 sind HIV-positiv. Starben 1997 bei den 25-29 jährigen noch ein Drittel weniger Frauen als Männer, sind es 2003 fast ein Drittel mehr Frauen. Am 16. Februar demonstrierten deshalb in Kapstadt vor dem Parlament 5000 Menschen für eine zügige Ausweitung des Behandlungsprogramms, das derzeit 27.000 Kranke erreicht. Sie forderten, dass bis 2006 mindestens 200.000 Menschen Zugang zur AIDS-Behandlung bekommen müssen.

Demenzmittel schadet

(15.2.2005 /JS) Im Dezember berichteten wir im Pharma-Brief über fragwürdige Medikamente gegen Alzheimer-Demenz (Donepezil u.a.). Sie bieten bestenfalls einen marginalen Nutzen, bergen aber erhebliche Risiken. Das arznei-telegramm (2/2005, S. 24) berichtet jetzt über Warnungen aus Kanada wegen der Risiken des Alzheimer-Mittels Galantamin. In einer zweijährigen Studie starben dreimal so viele PatientInnen unter Galantamin als unter Placebo. Das arznei-telegramm sieht Parallelen zu dem häufig verschriebenen Mittel Donepezil, da beide Mittel auch auf das Herz-Kreislaufsystem wirken. Den Artikel "Alzheimer: Geschäfte mit dem Vergessen" finden Sie im Pharma-Brief 9-10/2004 (S.4) [PDF /514 kB]

2004: Ein ereignisreiches Jahr für die Pharma-Kampagne

(8.2.2005 /JS) Von einer Aktion mit Bono und Grönemeyer bis zu einer Bewertung des Nutzens von über 2500 deutschen Medikamenten in der Dritten Welt reichte das Aktivitätsspektrum der Pharma-Kampagne im vergangenen Jahr. Wer mehr wissen will, findet einen ausführlichen bebilderten Bericht im neuen Pharma-Brief.
Weitere Themen: * Arzneimittelsicherheit nicht gewährleistet * Pfizer verschenkt Geld * Brasilien beschafft billige Medikamente per Zwang * US-Sonderweg bei AIDS in der Kritik. Weiterlesen im Pharma-Brief 1/2005 [PDF/ 846 kB]

Arzneimittelsicherheit muss verbessert werden

(21.1.2005 /JS) Arzneimittel können auch Risiken haben, doch darüber ist viel zu wenig bekannt. Die unabhängigen europäischen Arzneimittelzeitschriften veröffentlichten deshalb heute die "Berliner Deklaration zur Pharmakovigilanz". Angesichts der Arzneimittelskandale der letzten Monate kommen die Forderungen gerade zur rechten Zeit. Besondere Aktualität erhält die Diskussion durch das gegenwärtig um Bundestag diskutierte Informationsfreiheitsgesetz. Sollte es in der jetzigen Form umgesetzt werden, würde es für Arzneimittel ein Informationsverhinderungsgesetz, denn Geschäftsgeheimnisse sollen von der Offenlegungspflicht ausgenommen werden. Hier können Sie mehr zum Thema Pharmakovigilanz lesen.

Wenig Besserung - deutsche Arzneimittel in der Dritten Welt untersucht

(21.12.2004/ JS) Mit einer umfassenden Studie belegt die Pharma-Kampagne, dass die deutsche Pharmaindustrie sich immer noch wenig um die Gesundheit von armen Menschen in armen Ländern schert. Eine Bewertung des Arzneimittelangebots deutscher Firmen in 46 Ländern der Dritten Welt ergab, dass immer noch fast jedes Vierte irrational ist. Insgesamt wurden über 2500 Medikamente bewertet. In zwei Publikationen werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Mehr ....

Vitamine gegen AIDS? - Dr. Rath gefährdet das Leben von SüdafrikanerInnen

(21.12.2004/ JS) Der berüchtigte deutsche Vitamin-Guru Dr. Rath bedroht mit einer Propaganda-Aktion das Leben von HIV-Infizierten in Südafrika und spielt damit denjenigen in die Hände, die einen Zusammenhang zwischen dem HI-Virus und AIDS bestreiten. Ausgerechnet die Treatment Action Campaign (TAC), die sich seit Jahren für die Behandlung der AIDS-Kranken in Südafrika einsetzt, ist Ziel der Desinformationskampagne von Rath. Mehr im neuen Pharma-Brief. Außerdem zwei Beiträge zur Forschungspolitik und vieles andere mehr. Hier gehts zum Pharma-Brief 9-10/2004 [PDF/ 550 kB]

Forschung, die den Menschen dient

(9.12.2004 /JS) Viele Menschen auf der Welt haben wenig von den Ergebnissen der Arzneimittelforschung. Ihre Krankheiten sind für die Pharmaindustrie nicht lukrativ, weil sie nicht viel für Medikamente zahlen können. Das letzte Faltblatt unserer Serie zu vernachlässigten Krankheiten beschäftigt sich deshalb mit Forschungs-Alternativen. Hier können Sie das Faltblatt Forschung, die den Menschen dient [PDF/ 163 kB] lesen. Informationen zur Aktion und den anderen Faltblättern finden Sie hier.

Pharma-Kampagne unterstützt Proteste gegen Software-Patente

(24.11.2004/CW) Die drei bekanntesten europäischen Autoren von Open-Source-Programmen haben einen Aufruf gegen Software-Patente veröffentlicht. Sie fordern den Rat der Europäischen Union auf, den Entwurf einer Software-Patent-Richtlinie vom Mai nicht anzunehmen. Das Autoren-Trio nennt diesen "trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert". Die BUKO Pharma-Kampagne unterstützt diese Forderungen, da die open-source-Bewegung viele Gemeinsamkeiten zu den Zielen unserer Arbeit aufweist. Hier geht's zur Erklärung: Mehr ....

Risiken von Vioxx verschleiert

(17.11.2004/ JS) Am 30. September nahm der US Konzern Merck & Co das Rheumamittel Vioxx® (Rofecoxib) weltweit vom Markt. Die unvertretbaren Risiken des gewinnträchtigen Medikaments (Jahresumsatz 2,6 Mrd. US$ ) ließen sich nicht länger verheimlichen. Merck & Co (hierzulande MSD) ahnte das erhöhte Herzinfarktrisiko schon lange und unternahm einiges, um diese Befürchtungen nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Mehr dazu (und viele weitere Themen) im Pharma-Brief 8/2004 (PDF/ 614 kB)

Pfizer verunsichert Kranke

(15.11.2004/ JS) Mit Medienrummel und ganzseitigen Anzeigen versucht der Pharmakonzern Pfizer den hohen Preis für seinen Cholesterinsenker Avorstatin zu verteidigen. Pfizer behauptet, sein Mittel sei besser und dürfe deshalb nicht in eine Festbetragsgruppe mit anderen Statinen gepackt werden. Für die Behauptungen der Firma gibt es keinen Beleg. Die Bundearbeitsgemeinschaft der PatientInnenstellen und die Pharma-Kampagne verurteilen in einer Pressemitteilung [PDF/ 128 kB] die Verunsicherung von PatientInnen durch Pfizer.

Ein Zehntel Forschung für neun Zehntel der Kranken

(10.11.2004/ JS) Ein neues Faltblatt der Pharma-Kampagne beschäftigt sich mit der Forschungslücke bei Krankheiten, die haupsächlich arme Menschen treffen. Weniger als ein Prozent der in den letzten 25 Jahren neu entwickelten Medikamente helfen gegen Tropenkrankheiten. Aber auch die Medikamente gegen andere Krankheiten sind wenig nützlich, nur ein Viertel bringt therapeutische Fortschritte für die PatientInnen. Hier finden Sie das Faltblatt Vernachlässigte Kranke - Keine Forschung für die Armen [PDF/ 197 kB]

Konzerne UN-terminieren internationale Gesundheit

(28.10.2004/ JS) Eine neue Studie von Judith Richter für das finnische Außenministerium beschäftigt sich mit dem wachsenden Einfluss von Firmen auf UN-Institutionen. Diese sogenannten "Public-Private Partnerships" beeinflussen die internationale Gesundheitspolitik zunehmend in negativer Weise. Das Buch Public-Private Partnerships and International Health Policy-Making gibt es im Netz und kann dort auch kostenlos bestellt werden.

Ethische Verantwortung von Unternehmen oder nur PR?

(28.10.2004 /JS) Unter dem Titel "Globale Wirtschaft und ethische Verantwortung" beschäftigt sich eine Sendung des Deutschlandradios Berlin am 31. Oktober mit der Frage, welche Rolle "Unternehmensethik" in den Strategien von Konzernen spielt. In der Sendung kommt u.a. auch die BUKO Pharma-Kampagne zu Wort. Die Pharma-Kampagne beschäftigt sich seit Jahren mit dem wachsenden Einfluss der Industrie auf die Politik. Gesellschaftliches Engagement von Firmen in sogenannten "Public Private Partnerships" ist eine wichtige Komponente dieser Strategie. Vom DeutschlandRadio Berlin ist ein Manuskript der Sendung erhältlich.

Neue Faltblätter zu vernachlässigten Krankheiten

(23.9.2004 /JS) "Vernachlässigte Krankheiten" ist ein Schwerpunktthema der Pharma-Kampagne im Jahr 2004. Jetzt liegt mit "Schlafkrankheit - Behandlung vor dem Aus?" ein zweites ansprechend gestaltetes Faltblatt vor. Zwei weitere sind geplant. Die Faltblätter können Sie gegen Kostenerstattung bei uns erhalten oder sich hier am Bildschirm anschauen.

Patente machen Leben in armen Ländern nicht leichter

(13.9.2004/ JS) Vor zehn Jahren trat das TRIPS-Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) in Kraft. Es zwingt alle Mitgliedsstaaten der WTO Patente auf Arzneimittel einzuführen. Die EU erinnerte mit einer Konferenz an den Vertragsschluss. Der neue Pharma-Brief berichtet, warum es überhaupt keinen Grund zum Feiern gibt. Außerdem: * Hormonersatztherapie - Frauen werden über neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Dunkeln gelassen * Welt-AIDS-Konferenz in Bangkok und weitere Themen im Pharma-Brief 7/2004 [PDF/ 548 kB]

Irreführung ist die beste Medizin -
Kanzler und Industrie ziehen an einem Strang

(22.6.2004 /JS) Mit einer PR-Kampagne versucht die Pharmaindustrie ihr angeschlagenes Image aufzupolieren, Titel: "Forschung ist die beste Medizin". Parallel dazu wurden die Ergebnisse einer "Task Force" im Gesundheitsministerium durch den Kanzler persönlich vorgestellt. Ergebnis: Die Arzneimittel-Zulassungsbehörde soll in ein Dienstleistungsunternehmen für die Industrie umgewandelt werden. VerbraucherInnenschutz zählt offensichtlich nicht mehr. All dies segelt unter der dem Titel "Innovation". Wohlweislich verschwiegen wird, dass die Industrie vor allem Pseudoinnovationen auf den Markt bringt, die sich hauptsächlich im Preis von älteren Medikamenten unterscheiden. Mehr zu dieser Beeinflussung von Politik und Öffentlichkeit sowie viele weitere Themen im Pharma-Brief 6/2004.

Geld für Gesundheit statt für Krieg -
weltweit Demonstrationen gegen rückwärtsgewandte Aidspolitik der USA

(21.6.2004/ CJ) Seuchen, Epidemien und Unterernährung bedrohen die globale Sicherheit mehr als alles andere. Gemeinsam mit der südafrikanischen Anti-Aids-Kampagne TAC (Treatment Action Campaign) und vielen anderen Organisationen aus aller Welt ruft die BUKO Pharma-Kampagne dazu auf, Rüstungsausgaben zu senken und in Gesundheit zu investieren. Am 24. Juni werden dafür Menschen weltweit auf die Straßen gehen. Sie protestieren damit auch gegen die rückwärtsgewandte Aids-Politik der US-Regierung. Die Gelder, die Präsident Bush für die Aids-Bekämpfung versprochen hat, fließen nur langsam und sind an unverantwortliche Bedingungen geknüpft. Zugleich fließen Unsummen in die militärische Besetzung des Irak. Hier erfahren Sie, was Sie tun können.

Postkarten gegen AIDS

(17.6.2004 /JS) Mit einer Postkartenaktion will das Aktionsbündnis gegen AIDS von der Bundesregierung erreichen, dass Deutschland mehr Geld für die globale AIDS-Bekämpfung ausgibt. Die Pharma-Kampagne als Teil des Bündnisses unterstützt diese Aktion. Postkarten gibt es direkt beim Aktionsbündnis gegen AIDS.

Mehr Einsatz für vernachlässigte Krankheiten

(28.5.2004 /JS) Malaria, Tuberkulose oder Schlafkrankheit, eines haben diese drei (und einige weitere) Krankheiten gemeinsam: Hauptsächlich arme Menschen sind von ihnen betroffen. Es fehlt an bezahlbaren Medikamenten. Neue wirksame Mittel werden kaum entwickelt, weil sich das aus Sicht der Pharmaindustrie nicht lohnt. Die Pharma-Kampagne macht mit der Aktion „Mehr Forschung an Tropenkrankheiten“ auf diese Forschungslücke aufmerksam. Auch Sie können sich beteiligen, weitere Infos zur Aktion.
Über diese Aktion informiert auch der neue Pharma-Brief 4-5/2004, einen ausführlichen Hintergrund bietet der Pharma-Brief Spezial 2/2004 "Malaria - Krankheit der Armen. Warum es nicht genug Medikamente gegen Tropenkrankheiten gibt". Ein weiterer Schwerpunkt des Pharma-Brief ist die Rolle der Bundesregierung, der Wirtschaft und des Global Fund bei der AIDS-Bekämpfung. Hier gehts zum Pharma-Brief 4-5/2004 und Spezial 2/2004.

Theater für mehr Tropenforschung

(16.5.2004 /JS) Die älteste deutsche Straßentheatergruppe „Schluck & weg“ startet heute am 16. Mai ihre Tournee durch elf Städte von Bielefeld bis München. Bis zum 29. Mai wird ihr buntbemaltes Tourmobil auf Achse sein. Die Theatertour ist zugleich Auftakt der Aktion „Mehr Forschung an Tropenkrankheiten!“ der BUKO Pharma-Kampagne.
Schluck & weg lädt ein zum Hinschauen. Ihr Stück erzählt das alte Märchen von Schneewittchen neu.

ZuschauerInnen können die Forderung nach mehr Forschung an Tropenkrankheiten durch ihre Unterschrift auf einer zwölf Meter langen Stoffbahn unterstützen. Mehrere Schulen gestalten weitere Bahnen. Das riesige Transparent soll zum Abschluss der Aktion an Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul übergeben werden.
Hier finden Sie weitere Infos zur Tour und Bilder.

Bono und Grönemeyer unterstützen kritische Gruppen im Kampf gegen AIDS

(29.4.2004 /JS) Vergangene Woche trafen sich Bono (U2) und Herbert Grönemeyer mit kritischen Gruppen aus Deutschland. Im Rahmen des "Aktionsbündnis gegen AIDS" war auch die Pharma-Kampagne mit dabei. Die Musiker wollen die Öffentlichkeitsarbeit der Gruppen unterstützen. Gemeinsames Ziel: Mehr Geld für die AIDS-Bekämpfung und gerechte Wetlhandelsbedingungen. Dass es die beiden Stars ernst meinen, zeigten sie noch am selben Abend. Vor einem Wohltätigkeitsdinner der Industrie im Daimler-Chrysler Gebäude gesellten sie sich zu den Demonstranten. Weitere Informationen in einer Pressemitteilung der AIDS-Kampagne. Zum Engagement der Industrie in der AIDS-Bekämpfung gibt es eine Pressemitteilung der Pharma-Kampagne.

Gefahr für die Arzneimittelsicherheit in Deutschland

(28.4.2004 /JS) Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat den Chef der Arzneimittelzulassungsbehörde entmachtet. Dabei wurden fragwürdige Methoden angewandt. Lesen Sie dazu mehr im neuen Pharma-Brief 2-3/2004. Weitere Themen: * Mit geschickt manipulierter Software versucht die Industrie das Verschreibungsverhalten von ÄrztInnen zu beeinflussen. * Unethische Versuche: In Indien wurden Frauen mit einem Antibiotikum sterilisiert * Jahresbericht 2003 der Pharma-Kampagne * Die deutsche Pharmaindustrie will ihre Werbepraktiken selbst kontrollieren. Ein fragwürdiges Unterfangen zur Verhinderung einer schärferen gesetzlichen Kontrolle. Hier gehts zum Pharma-Brief 2-3/2004 [pdf 660 kB].

Stellungnahme zur Verleihung des Award for Business Excellence

(21.4.04/CW) Am 21. April 2004 verleiht die Global Business Coalition on HIV/AIDS (GBC) ihren Preis für besonderes unternehmerisches Engagement in der Eindämmung von HIV/AIDS. Die BUKO Pharma-Kampagne macht darauf aufmerksam, dass die Rolle der Firmen in der AIDS-Bekämpfung durchaus zwiespältig ist und private Inititaiven ein Enegagement der Bundesregierung nicht ersetzen können.
Hier geht's zur Pressemitteilung

Big Pharma und die sieben Zwerge

Das Straßentheater Schluck&weg feiert 20. Geburtstag und geht vom 17. bis 30. Mai auf Jubiläumstour. Diesmal im Gepäck: Ein höchst amäsantes Pharma-Märchen.
Die SchauspielerInnen erzählen das alte Märchen von Schneewittchen und den sieben Zwergen neu und geben ihm politische Brisanz. Denn Schneewittchen leidet unter der Schlafkrankheit, doch Medikamente gibt es nicht. Auch der Kuss des Prinzen ist im modernen Märchen obsolet geworden. Die Zwerge machen sich auf die Suche nach einem wirksameren Heilmittel. Doch Big Pharma lässt die wenig zahlungskräftigen Wichte abblitzen. Statt dessen legt sich die Arzneimittel-Maschinerie für die Stiefmutter ins Zeug, beseitigt deren Beinbehaarung und Fettpölsterchen und kuriert Glatze und Impotenz des Gemahls...
Hier geht´s zur Pressemitteilung. Auftrittstermine sowie weitere Infos zur Tour finden Sie hier.

Im Pharma-Brief: Deprimierende Neuigkeiten

(8.3.2004 /JS) Mittel gegen Depressionen können bei Kindern offensichtlich negative Effekte haben: sie können Selbstmordversuche wahrscheinlicher machen. Zu diesem Schluss sind etliche Arzneimittelkontrollbehörden gelangt, nachdem bislang unterdrückte Studienergebnisse ans Licht kamen. Mehr dazu im Pharma-Brief.
Außerdem: * Gesundheit als Thema auf dem Weltsozialforum in Mumbai * Weltweit gegen Pharmawerbung * Südafrika: Boehringer Ingelheim lenkt bei AIDS-Medikament ein.
Hier gehts zum Pharma-Brief 1/2004 [pdf 725 kB]

KanadierInnen drohen Gesundheitsrisiken

(24.2.2004 /JS) -Die kanadische Regierung will im Rahmen eines Industrieförderprogramms das Vorsorgeprinzip zum Schutz der Gesundheit abschaffen. Stattdessen soll es zukünftig nur noch eine begrenzte Kosten-Nutzen-Abwägung geben. Arzneimittelzulassungen sollen beschleunigt und Direktwerbung für verschreibungspflichtige Medikamente eingeführt werden. Die Beweislast bei gesundheitlichen Schäden soll umgekehrt werden: künftig müssten kanadische VerbraucherInnen selbst beweisen, dass sie durch ein Produkt geschädigt wurden. Viele Gruppen im In- und Ausland protestierten. Auch die BUKO Pharma-Kampagne schloss sich dem Protest an. Weitere Informationen bei der Canadian Health Coalition

Gelbe Karte für die Erfassung unerwünschter Wirkungen

(12.12.2003 /JS) Bei Medikamenten gilt leider: "Keine Wirkung ohne Nebenwirkung". Doch auch schwere unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln werden oft spät erkannt, denn professionelle Meldesysteme haben ihre Schwächen. Deshalb müssen auch die negativen Erfahrungen von PatientInnen mit Medikamenten besser genutzt werden. Mehr dazu können Sie im Pharma-Brief 10/2003 lesen.
Außerdem: Licht im Arzneimitteldschungel. * Von Lipobay nichts gelernt? - Neuer risikoreicher Cholesterinsenker vor Einführung. * Regierung light - Bundesregierung lässt sich von Industrie Gesetze vorschlagen. * Südafrika - AIDS Behandlung beginnt.
Hier gehts zum

Gesundheit als Handelsware

(1.12.2003 /JS) Die Welthandelsorganisation WTO versucht durch das GATS Abkommen auch im Gesundheitssektor die Privatisierung voranzutreiben. Noch ist vieles offen, aber wenn Länder ihre Sozialsysteme nicht schützen, gibt es kaum ein zurück. Der neue Pharma-Brief Spezial 2/2003 erklärt die Hintergründe und zeigt an konkreten Beispielen die Risiken einer Privatisierung der Gesundheitsversorgung. Hier gehts zum

Neu im Pharma-Brief: Was es mit "Public Private Partnerships" auf sich hat

(25.11.2003 /JS) Unheilvoll können die Allianzen sein die Staat und Privatwirtschaft zur Erledigung öffentlicher Aufgaben eingehen. Mit den Risiken und Nebenwirkungen von "Public Private Partnerships" beschäftigt sich die Titelgeschichte im Pharma-Brief 8-9/2003. Weitere Themen: Kriege in Afrika haben weitreichende Folgen auf die Gesundheit. Kanzlerantwort auf Kritik an Gesundheitsreform - Großbritannien: Mängel in der Kontrolle verursachen Todesfälle. - Pille: Fragwürdige Schering-Werbung. - Unveröffentlichte Studien machen Bewertung von Arzneimitteln schwierig.
Hier gehts zum

Pille oder Banane? - Straßentheater-Workshop 2004

(21.12.2003/CJ) Vom 23. bis 25. Januar 2004 veranstaltet die BUKO Pharma-Kampagne gemeinsam mit BanaFair einen Straßentheater-Workshop in Bielefeld. Unter fachkundiger Anleitung einer Theaterpädagogin können TeilnehmerInnen hier die Kunst des politischen Theaters erlernen. Spielerisch wollen wir erkunden, wie Probleme, Fakten und Skandale in Szene gesetzt werden können.
Außerdem suchen wir junge und junggebliebene theaterbegeisterte Menschen, die im Mai 2004 mit unserer ehrenamtlichen Theatergruppe Schluck & weg für zwei Wochen auf Tournee gehen möchten. Auch dazu bietet unser Workshop einen guten Einstieg. Hier gibts mehr Infos zum Workshop. oder zu Schluck & weg.
Hier geht es zu unserer Pressemitteilung.

Fachtagung: Wie Unternehmen die Politik beeinflussen

(13.10.2003/CJ) Vom Freitag, 31.10. bis Sonntag 2.11. veranstaltet die BUKO Pharma-Kampagne gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Bad Boll das Fachseminar "Public-Private Partnerships - Hand in Hand mit der Industrie?". ReferentInnen aus Indien, Pakistan, den Niederlanden und Deutschland werden verschiedene Aspekte sogenannter Partnerschaften zwischen öffentlichen Institutionen und Wirtschaftsunternehmen kritisch beleuchten. Unter anderem wird Klaus Kirschner (SPD), Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Bundestags über Interessenkonflikte zwischen Wirtschaft und Politik sprechen. Weitere Themen sind der Global Fund und Sponsoring von PatientInnengruppen. Die Gäste erwartet außerdem ein anspruchsvolles Kulturprogramm. Hier gehts zum Tagungsprogramm.

Keine Fortschritte in Cancun für die Ärmsten

(9.10.2003 /JS) Der WTO-Gipfel in Cancun ist gescheitert, aber im Vorfeld wurde ein Medikamentenkompromiss vereinbart, der Ländern ohne eigene Produktion den Zugang zu Arzneimitteln unzumutbar erschwert.

Weitere Themen: Fortschritte in Südafrika, die Regierung macht endlich ernst mit dem Behandlungsprogramnm für AIDS-Kranke. Rationale Therapie: Verbesserungen in den USA und England angemahnt. Deutschland: Gesundheitskompromiss ohne Qualität, und vieles mehr.

Gesundheitsreform oder Wirtschaftsförderung?

(5.8.2003 /JS) Die Vorschläge der Konsensrunde zur Gesundheitsreform klingen mehr nach einem Wirtschaftsförderungsprogramm (Senkung der Lohnnebenkosten vor allem auf Kosten der Kranken) denn nach einer Verbesserung der Versorgung. Fast alles was die Qualität der Versorgung verbessert hätte, soll aus dem Gesetzentzwurf verschwinden: Eine Positivliste, die das wirklich Wirksame und Sichere enthält, soll es nicht geben. Das Institut für Qualität in der Medizin wird nicht zu einer unabhängigen Instanz zur neutralen Bewertung von Therapien, es wird an die Kette der Standesorganisation und der Kassen gelegt - beide Gruppen haben es in der Vergangenheit nicht geschafft, vernünftige unabhängige Informationen an ÄrztInnen und PatientInnen zu vermitteln. Mehr dazu und zu vielen anderen Themen im neuen

Pharmaindustrie versucht Patente um jeden Preis zu verteidigen

(4.8.2003 /JS) Mit einer aufwändig gestalteten Broschüre versucht der Pharmaindustrieverband VFA Stimmung für die Durchsetzung von Patenten auch in armen Ländern zu machen. Geschrieben wurde das Objekt zur gezielten Beeinflussung von PolitikerInnen und anderen Meinungsträgern. Die VFA-Broschüre enthält neben einigen Fakten auch krasse Fehlinformationen und irreführende Schlussfolgerungen. Am schlimmsten aber ist das Bild das von der Dritten Welt gezeichnet wird: Die Verwaltungen seien korrupt und die Menschen zu dumm, ihre Tabletten ordentlich einzunehmen. Entwicklungspolitische Organisationen sehen in der Veröffentlichung eine gezielte Strategie der Industrie, um vom eigenen Versagen bei der Bereitstellung von bezahlbaren Medikamenten abzulenken und die Bundesregierung vor der Konferenz der Welthandelsorganisation in Cancun zu beeinflussen. Die Pharma-Kampagne hat eine Pressemitteilung und eine ausführliche Replik (Word 260 kB) zu der VFA-Broschüre verfasst.

Unterschriften-Kampagne für das Menschenrecht auf Gesundheit

(15. Juli 2003/ cj) 1977 erklärte die Weltgesundheitsversammlung Gesundheit für Alle zum vorrangigen Ziel. Ein Jahr später stimmten bei einer Konferenz in Alma Ata die meisten Staaten der Erde dem Vorhaben zu: Ein umfassendes Konzept sollte bis zum Jahr 2000 für alle Menschen gesunde Lebensbedingungen schaffen und den Zugang zu einer optimalen Gesundheitsversorgung sichern. Das Ziel wurde verfehlt. Auch 25 Jahre nach Alma Ata sterben jeden Tag 30.000 Kinder an vermeidbaren Krankheiten. Die BUKO Pharma-Kampagne und die Hilfsorganisation medico international starten darum in Deutschland eine Unterschriften-Kampagne „Gesundheit für Alle – jetzt“. Machen Sie mit!

Jetzt ist unabhängige Information gefragt - Neu im Pharma-Brief 5/2003

(1. Juli 2003 /JS) Die Gefahr von Direktwerbung für rezeptpflichtige Arzneimittel in der EU scheint gebannt. Stattdessen soll die Information für ÄrztInnen und PatientInnen verbessert werden. Unverständlich ist deshalb, weshalb viele weder Positivliste noch das "Deutsche Zentrum für Qualität in der Medizin" wollen. Weitere Themen: Neues gegen Hormone in den Wechseljahren - Die Qualität der Berichte über neue Arzneimittel in der Laienpresse - Wie die Industrie ÄrztInnen beeinflusst - Kleine Fortschritte beim Zugang zu AIDS-Mitteln. Dies und mehr im

Arzneimittelzugang - USA lenken ein

(27. Juni 2003 /JS) Als einzige Nation hatten die USA bislang innerhalb der Welthandelsorganisation eine Lösung für die Versorgung armer Länder mit preiswerten Arzneimitteln verhindert. Sie bestanden auf einer restriktiven Liste für nur einige wenige Krankheiten. Während eines informellen Treffens von 29 Handelsministern in Sharm el-Sheik am 22. Juni 2003, sagte der US-Vertreter, „es hat sich erwiesen, dass der Ansatz einer begrenzten Liste sich nicht bewährt hat [...]deshalb beharren wir nicht mehr darauf.“ Die Pharma-Kampagne hatte eindringlich vor einer erweiterten Liste gewarnt, die die EU-Kommission wegen der USA als Kompromissvorschlag eingebracht hatte.

Boehringer macht Zusage

(25. Juni 2003 /JS) Die Firma Boehringer Ingelheim will nichts gegen Länder unternehmen, die Zwangslizenzen erteilen. Nach Gesprächen mit der Evangelischen Kirche hat die Firma zugesagt, sie werde „keine Maßnahmen gegen Länder einleiten, die von den im TRIPS-Abkommen oder in der Doha-Erklärung vorgesehenen Schutzmassnahmen für ihre Bevölkerung (z.B. Zwangslizenzen) Gebrauch machen bzw. diese in nationales Recht umsetzen.“ Diese Erklärung ist zu begrüßen, nachdem die Firma in der Vergangenheit andere Positionen vertreten hatte.

Vernachlässigte Krankheiten - Neu im Pharma-Brief 3-4/2003

(5. Juni 2003 /JS) Wer arm und krank ist, hat global gesehen schlechte Karten. Für Tropenkrankheiten werden fast keine Medikamente entwickelt - eine Schwäche des gegenwärtigen Patentsystems. Für lukrative Märkte wie Herz-Kreislaufkrankheiten, Depressionen oder Asthma werden Dutzende von Mitteln auf den Markt gebracht, Tropenmedikamente machen dagegen weniger als ein Prozent der neuen Arzneien der letzten 25 Jahren aus. Weitere Themen im Kein Erbarmen mit KrebspatientInnen - Novartis hält an hohem Preis in Südkorea fest. GATS: Handel ohne Grenzen. Biopiraterie: Einigung über südafrikanischen Kaktus. Deutschland: Verwässerte Transparenz und Pudding auf Rezept.

Pharma-Brief Spezial 1/2003: Patente und der Zugang zu Arzneimitteln

(4. Juni 2003 /JS) Was Sie schon immer über Pharma-Patente und ihren Einfluss auf den Zugang zu Medikamenten wissen wollten, der aktuelle Pharma-Brief Spezial gibt kompakt Auskunft darüber. Hätten Sie z.B. gewußt, dass es Patente auf Wirkstoffe in Deutschland auch erst seit 1968 gibt? Wie und warum entstand überhaupt der globale Patentschutz? Welche Rolle spielt die Welthandelsorganisation? Antworten auf diese Fragen bietet der

Postkartenaktion gestartet: Bundesregierung soll sich für besseren Zugang zu Medikamenten einsetzen

(26.5.2003 /CJ) Für Staaten ohne eigene Arzneimittelproduktion ist es bislang ungeklärt, ob und wie sie lebenswichtige Medikamente billig importieren können. Denn die USA blockieren innerhalb der Welthandelsorganisation eine Lösung, die auch den ärmsten Ländern die Anwendung von Zwangslizenzen ermöglicht. Die EU machte einen Kompromissvorschlag. Der aber greift in die Souveränität armer Länder ein. Die BUKO Pharma-Kampagne fordert, keine zusätzlichen bürokratischen Hürden für arme Länder aufzubauen. Mit einer Postkartenaktion wendet sie sich an die Bundesregierung, damit sie sich in der EU für eine Lösung im Sinne der armen Länder einsetzt.

Die Pharma-Kampagne macht Theater: Schluck & weg auf Tour

(9. Mai 2003 /JS) Vom 25. Mai bis 8. Juni 2003 ist die Straßentheatergruppe der Pharma-Kampagne "Schluck & weg" bundesweit auf Tournee. Diesmal wird es vor allem um AIDS-Medikamente gehen. Für viele Menschen in armen Ländern sind diese Medikamente eine Frage von Tod oder Leben. Aber die Arzneimittelhersteller sorgen mit hohen Preisen immer noch dafür, dass die Medikamente für die meisten Menschen unbezahlbar bleiben. Bissig, pointiert und zugleich humorvoll transferiert ihr Stück "Space TRIPS" die Aids-Problematik in ein spannendes Weltraum-Abenteuer. Sind Sie gespannt auf das neue Stück? Alle Auftrittsorte finden Sie hier.

Südafrika: Ziviler Ungehorsam erfolgreich

(4. Mai 2003 /JS) Die Treatment Action Campaign (TAC) hat mit ihrer Kampagne des Zivilen Ungehorsams einen ersten Erfolg erzielt. Nach Demonstrationen, Sit ins in Ministerien und Behörden gab es ein Gespräch mit Vizepräsident Zuma, der ein Entgegenkommen der Regierung signalisierte: Der nationale AIDS-Behandlungsplan soll zügig umgesetzt werden und TAC an den Diskussionen beteiligt werden. TAC hat deshalb den Protest zunächst ausgesetzt, damit die Regierung zeigen kann, ob sie ihren Worten nun endlich Taten folgen lässt. Weitere Informationen (in Englisch) auf der Webseite von TAC.

Aktionsbündnis gegen AIDS - Jetzt online Forderungen unterstützen

(28. April 2003 /JS) Millionen Menschen in armen Ländern haben keinen Zugang zu Behandlung, AIDS-Medikamenten und Prävention. Das deutsche Aktionsbündnis gegen AIDS, bei dem auch die Pharma-Kampagne mitarbeitet, hat deshalb einen Appell verfasst, den Sie online unterstützen können. Damit soll Druck auf die Bundesregierung ausgeübt werden, mehr Mittel für die Bekämpfung von AIDS zur Verfügung zu stellen. Firmen sollen Länder, die sich billige Medikamente verschaffen, nicht länger bedrohen. Hier können Sie den Appell unterzeichnen.

Ziviler Ungehorsam in Südafrika - Neu im Pharma-Brief 2/2003

(7. April 2003 /JS) Die Treatment Action Campaign (TAC), ein breiter Zusammenschluss von kritischen Gruppen, Betroffenen, Gewerkschaften und ExpertInnen, ist mit ihrer Geduld am Ende: Mit einer Kampagne des zivilen Ungehorsams will TAC den Staat nun zum Handeln zwingen. Mehr dazu im Leitartikel des neuen Pharma-Briefs. Das widersprüchliche Verhalten der Regierung analysiert der südafrikanische Wissenschaftler Andy Gray in seinem Beitrag AIDS und Ernährung in Südafrika – Konfusion in der Politik. Außerdem geht es um die fragwürdige Vorbeugung mit Hormonen und Versuche, die Positivliste in Deutschland zu kippen. Hier gehts zum Pharma-Brief.

AIDS in der Lindenstraße

(14. März 2003 /JS) Die populäre WDR-Sendung Lindenstraße greift ein brisantes Thema auf: Warum haben viele Menschen keinen Zugang zu lebensrettenden AIDS-Medikamenten? In den neuen Folgen, ab Sonntag, 16.3., 18.30 Uhr, taucht eine Afrikanerin auf, die Hilfe braucht. Die Pharma-Kampagne hat die Lindenstraße zum Thema Medikamentenzugang beraten.

Zugang zu Arzneimitteln: EU will faulen Kompromiss

(11. März 2003 /JS) Weil den USA bislang die Interessen der einheimischen Industrie wichtiger sind als billige Medikamente für die Armen, haben sie bei der WTO jede Lösung blockiert. Die EU versucht jetzt einen faulen Kompromiss, um die USA zu beschwichtigen. Hier können Sie die ganze Meldung lesen.

Erfolgreiche Kampagne gegen Direktwerbung für Arzneimittel

(5. März 2003 /JS) Nur zwei Länder haben VerbraucherInnenwerbung für rezeptpflichtige Medikamente erlaubt, die USA und Neuseeland. Die EU wollte sie auf Druck der Industrie auch bei uns einführen. Doch der Widerstand vieler Gruppen und Fachleute in Europa verhinderte bislang eine Gesetzesänderung. In Deutschland brachte die Pharma-Kampagne das Thema erfolgreich in die Öffentlichkeit. Werbung ist keine Information: Werbung für Arzneimittel soll Sie beeinflussen.

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