Was macht die BUKO Pharma-Kampagne?
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Mehr im neuen Pharma-Brief 3/2013
Aktionen
Die Pharma-Kampagne wurde mit dem Ziel gegründet, die Aktivitäten der deutschen Pharmaindustrie in der Dritten Welt zu untersuchen. Durch gezielte Aktionen und fundierte Aufklärung der Öffentlichkeit wollen wir Veränderungen herbeiführen. Die Pharma-Kampagne ist eine Aktion der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO), einem Zusammenschluss von 130 Dritte Welt Aktions- und Solidaritätsgruppen in Deutschland. Die Pharma-Kampagne arbeitet mit ÄrztInnen und PharmazeutInnen, Verbrauchergruppen und StudentInnen zusammen. Sie hat durch die Mitarbeit im Netzwerk Health Action International (HAI) Kontakt mit Gruppen in über 70 Ländern in aller Welt. Mehr zu den Aktivitäten der Pharma-Kampagne.
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Aktion der Pharma-Kampagne:
Weg damit! Gefährliches Schmerzmittel - Buscopan® composto
Seit mehr als 20 Jahren sind metamizol-haltige Kombinationspräparate in Deutschland verboten. Mehr Hintergrundinformationen. In Brasilien vermarktet die Firma das risikoreiche Kombinationspräparat Buscopan® composto mit dem Wirkstoff Metamizol immer noch. Das Mittel ist dort rezeptfrei und zählt zu den meistverkauften Arzneimitteln. Mit Buscopan® Composto setzt Boehringer Ingelheim als letzte deutsche Firma PatientInnen vermeidbaren lebensbedrohlichen Risiken aus.
Wer sich bereits mit einer Protestpostkarte für einen Rückzug von Buscopan® composto aus Brasilien stark machte, erhielt wenige Tage später ein Antwortschreiben der Firma. Alles gar nicht so schlimm, so der Tenor. War die Kritik unberechtigt? Nein, denn anstatt mit wissenschaftlichen Fakten zu argumentieren, versucht Boehringer mit irreführenden Formulierungen die Tatsachen zu verdrehen und mit selektiven Zitaten, das Mittel weiter im Markt zu halten.
Lesen Sie hierzu den Pharma-Brief-Artikel: Tarnen, Täuschen, Irreführen [PDF]. Es gibt auch eine ausführliche Replik der Pharma-Kampagne sowie eine Antwort der Beratungsapothekerin Frauke Repschläger an Boehringer auf die Ausflüchte von Boehringer.
Erfolg:
Keine industriegesteuerte PatientInneninformation
Die Verbraucherdirektwerbung für rezeptpflichtige Arzneimittel bleibt in Europa verboten. Der EU-Gesetzesvorstoß, der es der Pharmaindustrie ermöglicht hätte, VerbraucherInnen direkt über Gesundheit, Krankheit und Arzneimittel zu informieren, ist vom Tisch.
Unter Federführung der BUKO Pharma-Kampagne formierte sich seit 2008 der Widerstand gegen dieses Vorhaben, das der Irreführung von PatientInnen Tür und Tor geöffnet hätte. Nur durch die konstruktive Zusammenarbeit vieler Gruppen und Organisationen in Deutschland und Europa konnte der EU-Gesetzesvorstoß gestoppt werden.
Mehr Infos unter: EU - Pharmagesetzgebung.
Schwerpunkt: Arzneimittelforschung für Menschen
Die Entwicklung neuer Arzneimittel ist immer ein Zusammenspiel von öffentlicher und industrieller Forschung. Aber obwohl viel öffentliche Gelder in die Pharmaforschung fließen, ist das Ergebnis unbefriedigend: viele Produkte sind unnötig, und das Sinnvolle ist maßlos überteuert. Höchste Zeit für einen grundlegenden Wandel. Weitere Informationen zum Schwerpunkt




